"Was wäre, wenn der Text weiß, dass er gelesen wird?", erklärte Erfinder Ralf Biedert am Donnerstag die Idee hinter seinen Muster-Anwendungen: "Er kann aktiv auf den Lesenden reagieren." Bei langen Dokumenten "merkt" sich der Text zum Beispiel die Stelle, wo der Nutzer aufgehört hat zu lesen, und hebt sie hervor, wenn dieser neu beginnt (siehe Video oben).
Wenn das Auge den Bildschirmtext schnell überfliegt, treten die Schlüsselbegriffe hervor und Füllwörter erscheinen blasser und kleiner. Bleibt der Leser an einem fremdsprachigen Begriff zu lange hängen, wird automatisch die Übersetzung eingeblendet. Und bei der Stelle, wo die Pferde fliehen, ertönt plötzlich Hufgetrappel.
Funktionieren soll das "Augmented reading" (überwachtes Lesen) mit Hilfe des sogenannten Eye-Trackings, bei dem im PC-Monitor integrierte Infrarotlichtquellen das Auge des Nutzers beleuchten. Eine Kamera zeichnet die Reflexionen auf und errechnet anhand dieser die Leseposition auf dem Bildschirm (siehe Infobox).
Derzeit befindet sich das System noch im Probebetrieb, wann fertige Geräte auf den Markt kommen werden, ist noch offen. Die Forscher halten aber fest, dass sich Eye-Tracking-Geräte zurzeit mit hoher Geschwindigkeit weiterentwickeln. Während die Genauigkeit der Erkennung zunehme, werde gleichzeitig an einer Miniaturisierung und Verbilligung der Geräte gearbeitet.











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