„Krone“ vor Ort

Nachricht über Firmenpleite „für alle ein Schock“

Tirol
10.03.2026 18:00
Porträt von Manuel Schwaiger
Porträt von Pascal Pali
Von Manuel Schwaiger und Pascal Pali

Die Mitarbeiter der Tiroler Nothegger Transport Logistik GmbH erfuhren erst am Montag von der Insolvenz und waren sehr schockiert. Der Bürgermeister von St. Ulrich kennt die „hart arbeitende Unternehmerfamilie“ gut, wie er beim Lokalaugenschein erzählt.

„Wir haben erst am Montag davon erfahren und waren sehr überrascht.“ Das sagt beim Lokalaugenschein der „Krone“ in St. Ulrich am Pillersee ein Mitarbeiter vor dem Bürogebäude der Nothegger Transport Logistik GmbH zur bekannt gewordenen Insolvenz. Die Passiva der Firma, die 300 Mitarbeiter zählt, belaufen sich laut Alpenländischem Kreditorenverband auf rund 15 Millionen Euro.

„Die Geschäftsführung ist heute sehr viel mit Besprechungen beschäftigt, vielleicht probieren Sie es später wieder“, antwortet eine Angestellte im Vorraum auf die Frage nach einem persönlichen Interview.

Dienstag am Standort in St. Ulrich am Pillersee. Das Unternehmen zählt insgesamt rund 300 ...
Dienstag am Standort in St. Ulrich am Pillersee. Das Unternehmen zählt insgesamt rund 300 Mitarbeiter, 200 davon sind in Tirol beschäftigt.(Bild: Manuel Schwaiger)

Im angrenzenden Fuhrpark erklärt ein aus Rumänien stammender Mitarbeiter, dass „ich nicht ganz verstehe, was diese Insolvenz bedeutet. Ich arbeite jetzt einfach mal weiter. Im schlimmsten Fall gehe ich halt in ein anderes Land. Ich habe auch schon in Italien und Spanien gearbeitet. Irgendetwas ergibt sich schon wieder“, meint er.

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Ich kenne die Unternehmerfamilie gut, die arbeitet Tag und Nacht zusammen.

Bürgermeister Martin Mitterer

Gemeinde ist finanziell gut aufgestellt
Zeit für ein Interview hat Bürgermeister Martin Mitterer: „Klar war das ein Schock, die Nachricht kam aus heiterem Himmel und war nicht erwartbar. Ich kenne die Unternehmerfamilie gut, die arbeitet Tag und Nacht zusammen.“ Sollte das schlimmste Szenario eintreten, würden der Gemeinde zwar Kommunalsteuern entgehen, „so hart würde uns das aber nicht treffen. Wir stehen finanziell zum Glück gut da. Schlimmer wäre es für diejenigen, die dort arbeiten“, betont der Ortschef.

„Man hört ja täglich von Pleiten“
Beim Supermarkt im Ort meint eine Dame aus der Umgebung, dass sie aus den Medien von der Insolvenz erfahren habe. „Natürlich ist das schlimm, aber man hört ja täglich von irgendwelchen Pleiten und gewöhnt sich langsam daran. Es sind halt leider wirtschaftlich sehr schwierige Zeiten“.

In einer schriftlichen Stellungnahme am späten Dienstagnachmittag bezeichnet Senior-Chef Karl Nothegger alles als „absurd“. Man habe den Kaufvertrag des Verkaufs einer Firmenliegenschaft vorgelegt, deren Erlös die Forderungen der ÖKG um das Doppelte übersteigen würden. Er zeigt sich abschließend optimistisch, dass das Unternehmen fortgeführt werden könne.

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