KI als Fluchthelfer
Falsche Polizisten „befreiten“ Mann aus Gefängnis
Auf ungewöhnliche Weise ist ein 20 Jahre alter Häftling in Frankreich aus dem Gefängnis ausgebrochen. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die KI.
Not macht erfinderisch: Um einen jungen Mann aus dem Gefängnis von Villepinte bei Paris zu befreien, gaben sich zwei Komplizen als Polizisten aus und erklärten dort, ihn einem Untersuchungsrichter vorzuführen. Der Trick-Ausbruch sei erst zwei Tage später bemerkt worden, hieß es am Dienstag aus informierten Kreisen. Die Justiz nahm Ermittlungen auf.
Ein Gewerkschaftsvertreter prangerte anschließend ein „archaisches System“ an, das zu sehr auf Papierdokumente setze, die sich mit Hilfe von KI immer leichter fälschen ließen. „Damit lassen sich Dokumente samt Stempel erstellen, die völlig echt aussehen“, so Yoan Karar, Vizechef der Gewerkschaft FO-Justice. Die betroffene Haftanstalt ordnete umgehend an, sich in ähnlichen Fällen bei entsprechenden Stellen telefonisch abzusichern.
Wegen Überfall auf Spitzenkoch verurteilt
Der 20 Jahre alte Häftling war 2024 wegen seiner Beteiligung an einem Überfall auf einen Spitzenkoch zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er war der Polizei bereits seit Jahren bekannt, unter anderem wegen zahlreicher Einbrüche. Die Justiz ermittelt außerdem gegen ihn wegen eines Überfalls auf den ehemaligen PSG-Towart Gianluigi Donnarumma.









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