Mit zwei Knorpelschäden im rechten Knie fuhr Veronika Aigner in Cortina mit Guide Lilly Sammer zu Gold in der Super-Kombination: „Gerade im Slalom spüre ich es ziemlich, aber bei den Paralympics blendest du einfach komplett den Schmerz aus.“ Der Slalom am Samstag wird aber der letzte in Vronis Karriere sein. Sie wird sich danach nur noch auf die Speed-Bewerbe konzentrieren. Bruder Johannes gewann Dienstag mit Guide Nico Haberl Bronze.
Zweiter bemerkenswerter Punkt bei der Goldfahrt am Dienstag war, dass die stark sehbeeinträchtigte Veronika und ihr erst 16-jähriger Guide Lilly Sammer nach dem Kreuzbandriss von Vronis Schwester Elisabeth erst seit einer Woche richtig miteinander trainieren.
Das dynamische Duo erzählte: „Wir sind in der Zeit eigentlich nur einmal Slalom gefahren, haben dabei experimentiert. Es ist schon ein kleines Wunder, dass wir so schnell so gut harmoniert haben. Denn der Slalom ist in der Zusammenarbeit auf der Piste schon schwieriger als Abfahrt oder Super-G.“
„Sie ist wie eine kleine Schwester“
Nachsatz von „Vroni“: „Das hat auch sehr viel damit zu tun, dass wir uns so gut verstehen. Sie ist schon jetzt wie eine kleine Schwester für mich.Vronis großer Dank gilt Michael Scharnagl, der Lilly sofort für die Abfahrt, Super-G und Super-Kombi zur Verfügung gestellt hat. Das zahlte sich mit 2x Gold und 1 x Silber voll aus.
Im Riesentorlauf am Donnerstag und im Slalom am Samstag fährt Veronika Aigner dann mit Guide Eric Digruber, da Lilly für die technischen Disziplinen zu Michael Scharnagl zurückkehrt. Aigner sagt über den Bruder des früheren Weltcupfahrers Marc: „Er ist ein heißes Eisen, glüht schon jetzt. Er wird mich da richtig runterjagen.“
„Kontakt ist nie abgerissen“
Die beiden kennen sich schon lange, sind in der Vergangenheit schon miteinander gefahren. Dazu war Digruber einst auch Cheftrainer des österreichischen Paraski-Teams: „Der Kontakt ist nie abgerissen. Im Sommer sind wir immer wieder bei ihm am Erlaufsee zum Grillen.“ Und in Cortina können weitere sehr schöne Abende folgen.
Verteidigungsministerin gratulierte
Nach Gold in der Abfahrt und im Super-G gewannen Johannes Aigner und sein Guide Nico Haberl Bronze in der Super-Kombination. Die beiden Heeressportler erklärten: „Wir waren weder im Super-G noch im Slalom im Flow, aber Bronze ist definitiv kein Grund zum Jammern.“
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner schrieb in einer Aussendung: „Korporal Johannes Aigner und Gefreiter Nico Haberl haben neuerlich gezeigt, was mit harter Arbeit und Leidenschaft erreichbar ist. Diese Medaille unterstreicht den Willen der Beiden an ihre Grenzen zu gehen. Ich gratuliere unseren Heeressportlern Johannes Aigner und Nico Haberl von ganzem Herzen zur Bronzemedaille und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg.“
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