12.10.2009 11:36 |

Geistiges Eigentum

Merkel spricht sich für Urheberrechte im Internet aus

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich für den Schutz der Urheberrechte im Internet international stark machen. "Für die Bundesregierung ist klar: Das Urheberrecht muss auch im Internet seinen Platz finden. Deshalb lehnen wir es ab, dass ohne jeden urheberrechtlichen Schutz die Bücher einfach eingescannt werden, wie dies von Google gemacht wird", sagte die Bundeskanzlerin in einem Video-Podcast.

"Ich finde, wir müssen international darüber diskutieren, wie wir geistiges Eigentum schützen können und trotzdem die neuen technischen Möglichkeiten nutzen", sagte die Kanzlerin.

Mitte September hatten sich die EU-Kommissare Viviane Reding und Charlie McCreevy dafür ausgesprochen, bei der umstrittenen Digitalisierung von Büchern die US-Regeln zum Vorbild zu nehmen. Konkret geht es um die Schaffung eines EU-weiten Registers, das Informationen über Rechteinhaber sammelt und Einnahmen für digitalisierte Bücher verteilt.

Dies soll den Zugang zu nicht mehr gedruckten Büchern oder solchen mit ungeklärtem Urheberrecht ermöglichen. In den USA soll ein solches "Book Rights Registry" im Zuge eines Vergleichs zwischen dem Internetkonzern Google und Autoren ins Leben gerufen werden. Google hat bereits seit 2004 rund zehn Millionen Bücher in Bibliotheken digitalisiert.

Erst vor wenigen Wochen scheiterte das sogenannte Google Book Settlement nach Protesten von internationalen Autoren und Verlagen. In der Vereinbarung sollte eine Regelung bezüglich des Urheberrechts und einer entsprechenden Abgeltung eingescannter Werke festgeschrieben werden (siehe Artikel in der Infobox).

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