Fr, 19. Oktober 2018

600 Miner weg

06.03.2018 13:58

Ganze Bitcoin-Mine gestohlen: Elf Männer verhaftet

Die Polizei in Island hat eine Einbrechergruppe ausgehoben, die bei ihren Raubzügen in Summe eine ganze Bitcoin-Mine erbeutet haben soll. Elf Männer wurden verhaftet, sie sollen insgesamt 600 speziell für die Bitcoin-Erzeugung konstruierte Computer, sogenannte Miner, gestohlen haben. Jetzt suchen die Ermittler nach den Geräten.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hat die Verbrecherbande insgesamt vier Diebestouren in verschiedenen Rechenzentren in Island begangen. Die zwei Köpfe der Bande sind nach wie vor in Haft, neun weitere Männer wurden auf Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die gestohlenen Rechner wurden noch nicht wiedergefunden, ihr Wert wird auf umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro geschätzt.

Bei der Suche nach den verschwundenen Mining-Computern setzt die Polizei auf die Hilfe von Internet-Providern und Elektrowerken. Weil die Bitcoin-Erzeuger Unmengen Strom benötigen – jüngst wurde bekannt, dass in Island Bitcoin-Minen mehr Strom brauchen als alle Haushalte zusammen – hoffen die Ermittler, dass plötzliche Verbrauchsspitzen das Versteck der Bitcoin-Miner enttarnen.

Island ist der perfekte Standort für Rechenzentren
Island ist bei Bitcoin-Schürfern und Betreibern von Datenzentren im allgemeinen ein beliebter Standort, weil die geographischen Gegebenheiten ideal für den Betrieb von Rechenzentren sind. Die kühle Witterung minimiert den Kühlbedarf der Hardware, die geothermischen Energiequellen bieten eine kostengünstige Möglichkeit zur Stromerzeugung.

Solche Bedingungen locken digitale Goldgräber geradezu magisch an. Sie verwenden Spezial-Hardware, um die aufwändigen Berechnungen abzuarbeiten, die zur Erzeugung von Bitcoins notwendig sind. Diese Miner fressen Unmengen Strom und erzeugen große Hitze, weshalb sich Bitcoin-Minen üblicherweise dort ansiedeln, wo Strom möglichst billig ist. Neben Island zählen dazu auch Teile Nordchinas, wo im großen Stil Kohle abgebaut und diese auch gleich wieder in billigen Strom umgewandelt wird.

 krone.at
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