Do, 21. Juni 2018

trump.dating

21.02.2018 09:08

Dating-Seite verkuppelt ausschließlich Trump-Fans

Für viele Singles ist das Smartphone heute eines ihrer wichtigsten Werkzeuge bei der Partnersuche. Es gibt riesige Singlebörsen wie Tinder, spezialisierte Anbieter wie die Homosexuellen-Börse Grindr – und sogar Angebote für Nischenpublikum wie „Star Trek“-Fans. Jetzt betritt allerdings ein neuer Online-Amor die Arena: trump.dating. Der Name ist Programm: Die Website positioniert sich als Anlaufstelle für all jene Singles, die ein Faible für die Politik des amtierenden US-Präsidenten haben.

Auf trump.dating heißt es: „Wir glauben, indem wir patriotische und politische Ansichten als Fundament einer Beziehung zusammenbringen, erlauben wir jemandem, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: Unterhaltung, Gemeinsamkeiten und – wenn alles gut geht – eine Liebesbeziehung.“

Schwule nicht erwünscht, Verheiratete schon
Wie das IT-Portal „The Daily Dot“ berichtet, darf sich allerdings nicht jeder auf trump.dating anmelden – selbst, wenn er ein Faible für den US-Präsidenten und seine Lehren hat. Nutzer müssen vielmehr gewisse Voraussetzungen erfüllen. Homosexuelle sind auf der Plattform unerwünscht. Verheiratete Menschen werden dagegen – obwohl es sich ja eigentlich um eine Singlebörse handelt – sehr wohl geduldet.

Geht es nach den Machern der vom Online-Dating-Netzwerk Friends Worldwide betriebenen Website, sollte trump.dating-Nutzern der Kontakt zu Gleichgesinnten Geld wert sein. Eine Reporterin des britischen „Guardian“, die sich zu Recherchezwecken bei dem Netzwerk registriert hat, berichtet: Die Registrierung bei trump.dating ist zwar kostenlos, für das Chatten werden dann allerdings 17 US-Dollar Mitgliedsgebühr fällig. „Geld, das man besser in so ziemlich alles andere investiert“, so ihr Fazit.

Anbieter gilt nicht als besonders seriös
Der Anbieter gilt generell nicht als besonders seriös, ist Konsumentenschützern schon länger bekannt. Bei der Verbraucherschutzorganisation Better Business Bureau beispielsweise liegen sechs Beschwerden gegen den Anbieter vor – unter anderem wegen fälschlicher Kreditkarteneinzüge.

Doch auch wenn der Anbieter nicht den besten Ruf hat: Die Dating-Seite für Trump-Fans ist keine Satire, sondern ernst gemeint. Im Zeitalter wachsender politischer Polarisierung entstehen aus politischen Debatten nämlich immer öfter Beziehungskrisen. Eine Umfrage unter britischen Beziehungsberatern aus dem Jahr 2016 zeigt etwa, dass jedes fünfte beratene Paar Meinungsverschiedenheiten wegen des Brexit hatte. Kein Wunder also, dass die Dating-Branche in der Vermittlung politisch kompatibler Singles ein gutes Geschäft wittert.

 krone.at
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