Kurz vor 18 Uhr hatte die ZAMG Alarm geschlagen, erste Kräfte der Feuerwehr rückten nach Andritz aus. Aus Weinitzen gab es bereits Meldungen über Überflutungen. Laut Feuerwehr wurden die Bürger von Graz mittels SMS-Vorwarnsystem rechtzeitig informiert. Sandsackdämme wurden aufgebaut.
Schockelbach tritt über die Ufer
Gegen 19.20 Uhr trat der Schockelbach schließlich über die Ufer. Durch die Schutzmaßnahmen ging diesmal aber alles relativ glimpflich aus, so die Feuerwehr Graz. Um 21.20 Uhr waren die Pegelstände an den Kontrollpunkten wieder rückläufig. Das sollte es gewesen sein, auch die ZAMG gab Freitag früh Entwarnung für den Raum Graz.
Evakuierungen im Bezirk Deutschlandsberg
Schlimmer erwischt hat es den Bezirk Deutschlandsberg: Bei Bad Gams wurden drei Häuser wegen eines drohenden Murenabgangs evakuiert. In Schwanberg rutschten mehrere Hänge ab, Straßen wurden unpassierbar, Keller standen unter Wasser. Die L649 in Richtung St. Anna sowie die Gemeindestraße in Richtung Gressenberg waren vollkommen verschüttet. Auch die B76 war gesperrt, wodurch Schwanberg zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten war.
Auch der Bezirk Bruck blieb nicht verschont: In St. Marein im Mürztal musste etwa die Graschnitzstraße (L132) gesperrt werden - sie stand im Bereich der ÖBB-Unterführung unter Wasser.
Siedlung im Bezirk Leoben von Mure verwüstet
Laut Polizei hatte sich am Donnerstagabend etwa 500 Meter oberhalb der Waldrandsiedlung in St. Stefan ob Leoben eine aus Erdreich, Steinen und Baumstümpfen bestehende Mure gelöst und die Siedlung zum Teil überschwemmt und vermurt. Auch hier waren zahlreiche Helfer die ganze Nacht auf den Beinen.
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