Das Villacher Unternehmen, das vorgeblich mit Computerteilen gehandelt hatte, krachte mit 17 Millionen Euro Überschuldung in die Pleite. Im Konkursverfahren tauchte der Verdacht auf internationalen Finanzbetrug auf: Von Scheingeschäften, Briefkastenfirmen, horrenden Provisionen ist die Rede.
"Habe mich bemüht, alles aufzuklären"
Unter den Geschädigten ist Vater Staat: Denn dem Fiskus wurden hohe Summen an Steuern vorenthalten – teilweise im Wissen der ehemaligen Geschäftsführerin, wie diese auch reumütig zugibt: „Ich habe mich dann aber bemüht, den Steuerfahndern zu helfen, alles aufzuklären!“
So geht es etwa um 2,2 Millionen Euro, die an der Finanz vorbei auf ein Schweizer Konto verschoben wurden. „Als ich das Geld dann zurück nach Villach buchen wollte, war es binnen Stunden weg!“
Ein Drahtzieher des Finanz-Netzwerks soll es abgebucht haben. Ob der Schweizer Banker für die heimischen Behörden greifbar ist, scheint fraglich. Derzeit muss sich nur die Kärntnerin vor Gericht verantworten. Das Verfahren gegen die Frau wurde vertagt.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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