Kabeg sucht Leiter

“Bescheidenes” Gehalt ist kein Hindernis

Kärnten
18.08.2009 10:33
Maximal 12.800 Euro monatlich soll der künftige Kabeg-Vorstand verdienen – dieses „bescheidene“ Gehalt schreckt Interessenten aber nicht ab. „Um die 40 Bewerber gibt es bisher“, weiß Kabeg-Aufsichtsratschef Kurt Scheuch. „Fünf bis sieben davon werden wir jetzt für das Ende August geplante Hearing aussuchen.“

„Es sind sehr hoch qualifizierte Leute dabei.“ Mehr will Scheuch über die vom deutschen Beratungsunternehmen Kienbaum erstellte Kandidatenliste nicht verraten. „Es soll keinerlei politische Einflussnahme geben. Ich sehe das Verfahren eher sportlich: Der Beste soll gewinnen.“

Dennoch werden Politiker die Entscheidung fällen – die Parteien sind im Aufsichtsrat der Kabeg vollzählig vertreten. Scheuch: „Neben dem gesamten Aufsichtsrat sind beim Hearing noch Hugo Tschernutter als Landesaufsicht, die derzeitigen Kabeg-Vorstände Dieter Errath und Johann Mahrl und die Vertreter von Kienbaum mit dabei.“

Nach dem teuren und nervenaufreibenden Zwischenspiel mit Dieter Mandl, der vom BZÖ alleine bestellt worden war, hofft Scheuch jetzt auf einen einstimmigen Beschluss über den neuen Kabeg-Chef: „Das wäre ein wichtiges Zeichen für das Gesundheitsprojekt.“

Schnelle Neubesetzung angestrebt
Ist der oder die „Neue“ gefunden, soll es schnell gehen. „Anfang Herbst soll die Neubesetzung bereits durchgeführt sein“, hofft Scheuch. Die interimistisch bestellten Vorstände Mahrl und Errath bleiben in der Kabeg und ziehen sich wieder in die zweite Reihe zurück: „Sie sind keine klassischen Vorstände, sondern Landesbeamte.“

von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"

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