"Politik inoffiziell"

Kabarettist spielt “Engel Jörg auf der Wolke”

Kärnten
13.08.2009 21:33
Fünf Millionen mehr Parteienförderung trotz Milliarden-Schulden; Stadion-Streit; ein Landeshauptmann, dem die Staatsanwaltschaft schriftlich bestätigt, dass er nicht weiß, was er tut – was wohl Jörg Haider zum derzeitigen Treiben in Kärnten sagen würde? „Es geht nichts weiter“, glaubt der Klagenfurter „Stadtgerücht“-Star Alexander Lutschounigg, der für eine Vorstellung bei einer Einladung der „group 4“ in die Rolle Haiders als Zuschauer von oben geschlüpft ist.

Lutschounigg hat Erfahrung als Haider-Darsteller: Vor zwei Jahren erntete er bei den Klagenfurter Faschingssitzungen Lachstürme mit seiner Parodie des damaligen Landeschefs und Ortstafel-Verrückers. War die Vorstellung als „Engel Jörg auf der Wolke“ nun ein Probelauf für die nächste Faschingssaison?

Lutschounig weist dies trotz des Erfolgs weit von sich: „Es ist nicht geplant, noch einmal Jörg Haider zu spielen.“ Den würde es aber vermutlich nicht stören: Zu Lebzeiten hat er von den Faschingsnarren mehr aushalten müssen.

Offene Wahlkampfrechnungen des BZÖ
Apropos Parteienförderung: Das BZÖ scheint finanziell so am Sand zu sein, dass Wahlkampfrechnungen mit dem Hinweis auf die ausstehende Parteienförderung nicht mehr beglichen werden können.

Ilja Krammer-Willenig von der Werbeagentur „circle & friends“ wartet seit Monaten auf die Begleichung einer Rechnung für das Shooting der EU-Kampagne mit Ewald Stadler, die Tausendsassa Stefan Petzner seinerzeit in Auftrag gegeben hat. Dieser behauptet, dass der Großteil der 30.000 Euro bereits beglichen und der Rest jetzt angewiesen werde.

Finanziert der Bund den Ausbau des Stadions?
Nächster Akt im Trauerspiel um das Klagenfurter Fußball-Stadion: Sportminister Norbert Darabos muss jetzt entscheiden, ob er die vom Finanzministerium bereit gestellten 15 Millionen Euro nicht nur  für den Rückbau – dafür gibt es einen gültigen Vertrag – sondern auch für den Ausbau zur Verfügung stellen will. Im Sportministerium fordert man zuerst aber eine klare gemeinsame Linie von Stadt und Land über die Zukunft des Stadions.

"Die Stadt hat kein Geld"
Das kann dauern – es geht dabei um jene restlichen drei Millionen, die für den Ausbau zusätzlich notwendig sind. Der Klagenfurter Sportreferent Manfred Mertel ist überzeugt, dass der Bund auch dieses Geld springen lassen wird und stellt gleichzeitig klar: „Die Stadt hat kein Geld.“

Sein Landeskollege Gerhard Dörfler will in die Finanzierungsgespräche auch den ÖFB mit einbinden. Dessen Präsident Leo Windtner lässt aber schon wissen, dass der Fußballbund leider nicht zum Börserl greifen könne. Und für das Land hat Finanzreferent Harald Dobernig abgesagt ...

von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"

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