'Eishockey-Revolte'

Nationalliga droht “Super-Gau”

Steiermark
22.07.2009 18:24
Knisterstimmung herrscht im heimischen Eishockey - und das liegt nicht nur an den tropischen Temperaturen! Nach dem Nationalliga-Ausstieg von Zeltweg und ATSE Graz wollen dem Steirer-Duo offenbar jetzt andere Klubs folgen. ÖEHV-Präsident Dieter Kalt steht aber weiter zu seinen Entscheidungen.

"Wir haben einschreiten müssen, weil die Vereine ja keinerlei Solidarität untereinander gezeigt haben", verteidigt Kalt die "Zwangsbeglückung" der Liga mit den neu gegründeten Zeller Eisbären. "Einige vergessen, dass wir damals auch Kapfenberg und Feldkirch nach ihren finanziellen Problemen geholfen haben."

Weitere Abgänge als Todesurteil
Nun droht der auf sieben Klubs geschrumpften Liga der nächste Hammer. Auch Dornbirn und Bregenzerwald überlegen den Ausstieg - das wäre nach dem Abschied von Zeltweg und ATSE das endgültige Todesurteil. "Ich kann die Klubs nicht verstehen. Zeltweg etwa wollte zuerst nur mitspielen, wenn Zell dabei ist - jetzt ist es wieder umgekehrt. Für einige Herrschaften dürfte es jetzt einfach eine willkommene Möglichkeit sein, von der Liga abzuspringen. Der ATSE hat noch nicht einmal die Kaution für die Nationalliga hinterlegt", behauptet Kalt. Eine Aussage, die bezeichnend für die Situation unseres Eishockeys ist.

Kommt die Abspaltung?
Die Grazer können die Hinterlegung der Kaution auf einem Sparbuch belegen. "Und das ist auch dem Wettspielreferenten Peter Schramm bekannt - allerdings gilt die Kaution nur für die am 11. Juli beschlossene Liga", sagt ATSE-Boss Fritz Maier. Nach Vorbild der EBEL arbeiten die ursprünglichen acht Klubs (ohne Zell) bereits an einer Abspaltung vom Verband.

von Marcus Stoimaier, "Steirerkrone"

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