Sex-Transporte

60 Prostituierte nach Kärnten geschleppt

Österreich
30.04.2009 07:00
Das süße Leben ist in der kleinen Kärntner Gemeinde Kühnsdorf im Bezirk Völkermarkt offenbar wichtig - denn das Geschäft mit der Lust geht hier gut. So gut, dass die Etablissements der Umgebung ständig neue Damen benötigen. Ein Wiener und eine Ungarin organisierten Transporte für insgesamt 60 Prostituierte, die in Kärnten arbeiten wollten.

Vorweg: Da war keine Gewalt im Spiel und die Frauen wussten auch, was von ihnen erwartet wurde.

Doch auch der einvernehmliche Transport von Prostituierten ist in Österreich mit einem Strafrahmen von bis zu zehn Jahren Haft bedroht. In dem Kühnsdorfer Fall fällt das Urteil ob der Umstände daher milde aus - denn beide Beschuldigten zeigen sich geständig: Man hätte die Damen mittels einschlägigen Inseraten aufgetrieben; Job der Ungarin war es, für ihren Wiener Komplizen zu dolmetschen und dafür zu sorgen, dass Papiere und ärztliche Dokumente der neuen Sex-Anbieterinnen in Ordnung waren. 

Die Frau, die jetzt auf Kosmetikerin umsattelt, kommt mit einem Jahr bedingt davon; der Mann fasst 15 Monate bedingt und 3.000 Euro Strafe aus.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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