Di, 21. August 2018

Penisverlängerung

23.11.2003 17:41

Spam-Opfer läuft Amok

Eine kanadische Spam-Versendefirma bombardierte einen Computer-Programmierer derartig mit Mails für Penisvergrößerungen, bis es diesem reichte: Er lief Amok und drohte der Firma via Spam-Mails mit Anschlägen und sogar Mord.
Demnächst muss sich der 44-jährigeKalifornier Charles Booher wegen seiner Dauer-Drohungen vor Gerichtverantworten. Er habe die Drohungen ausgestoßen, weil dieFirma ihn unaufhörlich mit unerwünschten Werbe-Angebotenvia Internet zur Penisverlängerung bombardiert habe, sagteder Mann.
 
Mit Anthrax-Sporen, Bohrmaschine, Eispickelgedroht
Er war am Donnerstag festgenommen und gegen Kautionvon 75.000 Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt worden.Die Staatsanwaltschaft wirft Booher vor, der kanadischen Spam-Versenderfirmagedroht zu haben, ihr "ein Paket voll mit Anthrax-Sporen" zu schicken.Außerdem habe er einem Angestellten gedroht, ihn mit Hilfeeiner Kugel zu entmannen, ihn mit einer Bohrmaschine und einemEispickel zu malträtieren und im übrigen die Angestelltendes ungenannten Internet-Providers zu kastrieren, bis sie ihnendlich von ihrer Email-Liste streichen würden.
 
"Irgendwie habe ich die Kontrolle verloren"
Booher räumte der Nachrichtenagentur Reutersgegenüber ein, er habe sich wohl schlecht benommen. Abersein Computer sei durch die massenhaften Popups und Werbe-Emailsüber zwei Monate hin praktisch nicht mehr benutzbar gewesen.Er sei dann auf die Web-Seite der Versender gegangen und habediese gebeten: "Bitte, bitte, bitte hört doch auf damit,mich zu ärgern", und dann sei das Ganze eben eskaliert. "Irgendwiehabe ich danach die Kontrolle verloren", sagte der Programmierer,dem nun im Fall einer Verurteilung bis zu fünf Jahren Gefängnisund Strafe in Höhe von bis zu 250.000 Dollar drohen. Er verfügeweder über Anthrax noch habe er irgendwelche Waffen im Haus,erklärte der genervte Programmierer.

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