Kabeg-Chef Dieter Mandl hatte alles antreten lassen: Juristen, Wirtschaftstreuhänder, Steuerberater. Dieses bis zu 103.000 Euro teure Gutachter-Team legte die Vorwürfe gegen die gefeuerten Direktoren auf den Tisch.
"Verdacht der Untreue"
Nur: Herwig Wetzlinger und Scharm-Groicher waren uneingeladen im Raum, durften sich aber wegen ihrer Verschwiegenheitspflicht nicht rechtfertigen. Die Kabeg-Anwälte Christian Puswald und Christian Kleinszig kündigten zwei Strafanzeigen gegen Wetzlinger an: "Wegen des Verdachts der Untreue."
In einem Fall, weil der Projektleiter des LKH Neu nun etwa 900 Euro im Monat mehr erhält - am Aufsichtsrat vorbei. Im zweiten Fall wegen eines angeblich überdotierten Vertrages für den LKH-Medienberater.
Fragen unbeantwortet
Die Wirtschaftsprüfer fanden angebliche Verstöße gegen das Vergaberecht, so bei der Anschaffung eines teuren Gerätes. Die Frage nach einer Gesamtschadenssumme konnte niemand beantworten. Kleinszig: "Etwa 535.000 Euro."
Eklat: Sitzung abgebrochen
Stunden zuvor war die Aufsichtsratssitzung der Kabeg, in der Mandl von SP und VP abgesetzt hätte werden sollen, nach wenigen Minuten geplatzt. Stephan Tauschitz (VP) hatte dem Vorsitzenden Martin Strutz (BZÖ) Befangenheit vorgeworfen, weil dieser sich um eine leitenden Job im LKH beworben hatte. Das Ergebnis: ein Eklat, eine unterbrochene Sitzung und die Frage, wer sie wieder einberufen darf. Strutz oder sein Stellvertreter Peter Kaiser?
Von Fritz Kimeswenger/Kärntner Krone
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