"In Milliardenhöhe"
Libyen erhält von Italien Ausgleich für Kolonialzeit
Dabei werde es unter anderem um den Bau einer Schnellstraße quer durch Libyen und Projekte im Bereich Bildung und Erziehung gehen. Details zu der Kompensation nannte er ebensowenig wie die Währung für die "Milliarden" - Ein libyscher Dinar ist gut einen halben Euro wert. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi äußerte sich am Abend in Rom nicht dazu und sagte lediglich, er hoffe auf einen Freundschaftsvertrag mit Libyen bis Ende August.
Seit wenigen Jahren bessere Beziehungen
Die Beziehungen zwischen Italien und Libyen galten seit dem Amtsantritt Gaddafis im Jahr 1969 als schwierig und haben sich erst in den vergangenen Jahren verbessert. Beide Seiten haben lange nach einer Kompensationslösung für die Kolonialpolitik Italiens gesucht, unter der auch tausende Libyer nach Italien deportiert wurden. Aktuell bezieht Italien ein Viertel seines Öls und ein Drittel seines Gases aus Libyen und italienische Unternehmen haben eine starke Position in Libyen.
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