Tiroler Mülldeponie

Auch Steirer unter Betrugsverdacht

Steiermark
09.06.2008 17:21
Im Fall der umstrittenen Tiroler Mülldeponie Riederberg bei Wörgl hat es vor wenigen Wochen Hausdurchsuchungen gegen mehrere Verdächtige in Tirol und auch der Steiermark gegeben. Ermittelt werde hinsichtlich des Verdachts des schweren Betrugs und der betrügerischen Krida, teilte Wilfried Siegele von der Innsbrucker Staatsanwaltschaft am Sonntag mit.

"Insgesamt wurden Ende Mai zehn Firmenstandorte und Wohnorte von Verdächtigen durchsucht", sagte Siegele. Im Visier der Inspektionen seien Räumlichkeiten in Kitzbühel, Schwaz und auch Graz-Umgebung gewesen, berichtete die "Tirol am Sonntag". Beschlagnahmt wurden dabei ausschließlich Firmenunterlagen. Diese könnten möglicherweise belegen, wohin die Riederberger Müllmillionen geflossen sind. Der Umweltskandal der inzwischen geschlossenen Deponie könne damit endgültig zum Kriminalfall werden.

Ermittlungsverfahren im Gange
Angefordert habe die Durchsuchungen Staatsanwalt Thomas Schirhakl, der in dieser Causa gegen acht Personen ermittle, hieß es in der "Tirol am Sonntag". Ein weiteres Ermittlungsverfahren sei vonseiten des Umwelt-Staatsanwaltes Josef Rauch wegen diverser Umweltdelikte im Gange. Wann es zu einer Anklage kommen wird, sei in beiden Fällen noch nicht abzusehen. Das beschlagnahmte Material sei laut Siegele derartig umfangreich, dass die Auswertungen am Landeskriminalamt Monate dauern werden.

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