"Die letzten 30 Minuten waren schon enttäuschend. Man muss aber sagen, dass wir in den vergangenen Tagen sehr hart trainiert haben und müde waren", meinte Teamchef Joachim Löw, der hinzufügte: "Bei der EM werden wir deutlich fitter sein, das verspreche ich."
Die Deutschen, die in ihrem ersten EM-Match am 8. Juni in Klagenfurt auf Polen treffen, bestreiten am Samstag in Gelsenkirchen ihren letzten Test gegen Serbien. Am Mittwoch wird Teamchef Joachim Löw auf Mallorca seinen definitiven 23-Mann-Kader für die Endrunde bekanntgeben.
Torhüter Lehmann patzt
Für DFB-Tormann Jens Lehmann bedeutet der Bulyga-Doppelpack die ersten Gegentreffer im Nationalteam nach 681 Minuten. So lange wie der 38-Jährige war noch kein Goalie in der 100-jährigen Länderspiel-Geschichte des DFB ohne kassierten Treffer geblieben. Vor Bulyga hatte als letzter Spieler Frank Lampard die deutsche Nummer eins beim 2:1 der deutschen Mannschaft in London gegen England im vergangenen August bezwungen. Beim späten Ausgleich machte Lehmann keine allzu gute Figur.
Wie erwartet lief noch nicht alles rund im deutschen Team. Die Abwehr stand gegen die vom ehemaligen DDR-Auswahltrainer Bernd Stange betreuten Weißrussen nicht immer sattelfest, vor allem Christoph Metzelder wirkte nach langer Pause noch nicht frisch und war noch weit von der EM-Form entfernt. Die mannschaftliche Geschlossenheit fehlte nach der bisherigen Vorbereitungszeit auf Mallorca noch. Spielzüge waren nur selten zu sehen. Die Akteure kämpften mehr mit ihrer eigenen Form.
DFB-Teamchef nutzt Match zum Experimentieren
Löw nutzte das Testspiel zum Experimentieren. Seine Anfangsformation bestand aus neun Spielern, die bei der WM 2006 zum Stamm zählten. Ergänzt wurde die Elf von Thomas Hitzelsperger und David Odonkor. Hitzelsperger musste auf die für ihn ungewohnt linke Abwehrseite, weil der Schalker Heiko Westermann kurzfristig zu seiner schwangeren Frau abgereist war.
Spanien-Legionär Odonkor stand ebenso unter Beboachtung wie die zur zweiten Halbzeit eingewechselten Jermaine Jones und Marko Marin, der als 17. Debütant in der Löw-Ära auflief. Später wurden Oliver Neuville, Patrick Helmes und Piotr Trochowski noch auf den Prüfstand gestellt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.