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24.06.2017 - 07:56

Moscheen in Wien nach Kriegsverbrechern benannt

24.04.2017, 06:00

Nicht weniger als 51 Moscheen und Gebetsräume existieren bereits allein in Wien, geführt werden sie hauptsächlich von radikalen Fundamentalisten. Liberale Muslime warnen: "Sie sind auch nach grausamen Eroberern und osmanischen Kriegsverbrechern benannt, das sagt doch viel." Die Stadt Wien müsse endlich einschreiten - wie auch gegen die Kopftuchpflicht für Kindergartenkinder.

Die Gazi- Husrev- Beg- Moschee in der Garbergasse in Wien- Mariahilf ist nach dem am Balkan sehr bekannten muslimischen Eroberer Bosniens benannt: Der Feldherr (1480- 1541), ein Neffe von Sultan Bayezid II., stürmte in nur drei Jahren die Städte Knin, Skradin und Ostrovica, mit all den damals üblichen Methoden.

Die Benennung der Bayezid- Moschee in der Rainlgasse 29A in Wien- Penzing soll offenbar an jenen Sultan erinnern, der 1396 in der Schlacht von Nikopolis mit seinen Truppen Tausende Kreuzfahrer tötete und danach auch noch 3000 gefangene christliche Kämpfer abschlachten ließ.

Die Moschee in der Columbusgasse 102 in Wien- Favoriten ist vielleicht nach dem Ort Hamidiye in der Türkei benannt - oder aber etwa nach der berüchtigten Kavallerietruppe: Sultan Abdulhamid II. schuf die berittene Stammesmiliz - anfangs 30 Regimenter zu je 600 Mann - zur Niederschlagung von Aufständen in Ostanatolien. 1894 bis 1896 verübten die Einheiten der Hamidiye dann blutige Massaker an den christlichen Armeniern, ihre Anführer waren auch gefürchtete Straßenräuber.

"Fehlende Loyalität zur neuen Heimat"

Die Liste ließe sich noch länger fortsetzen, immerhin gibt es in Wien schon 51 Moscheen und Gebetsräume. "All diese Räume müssen sofort geschlossen werden", erneuert Amer Albayati, der Terrorismus- Experte und Präsident des Vereins Liberale Muslime in Österreich, seine Forderung. "Die fehlende Loyalität zur neuen Heimat verhindert jede Integration", argumentiert er in einer Aussendung .

Experte Amer Albayati schildert in seinem Buch "Auf der Todesliste des IS", wie er bedroht wurde.
Foto: Andi Schiel

Verbot des Kopftuchs bei Kindergartenkindern

Dieses Problem einer stetig stärker werdenden Parallelgesellschaft verschärfe sich auch durch das in den islamischen Kindergärten verpflichtende Kopftuchgebot für die Kleinsten, sagt Albayati: "Sogar fünf- und sechsjährige Mädchen müssen dort das Kopftuch tragen. Diese religiös- fundamentalistisch geführten Kindergärten müssen in Österreich viel besser kontrolliert werden - und sind bei Verstößen sofort zu schließen."

Chefredakteur krone.at
Richard Schmitt
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