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06.12.2016 - 19:42
Foto: thinkstockphotos.de

Chicago: Geburtsort der Wolkenkratzer

20.12.2014, 17:00
Chicago ist weltoffen, glitzernd, grundehrlich und anderen Metropolen immer einen Schritt voraus. So gilt die drittgrößte Stadt der USA auch als Geburtsstätte der Hochhausarchitektur. Die Kunst- und Kulturmetropole am Lake Michigan steht dem Big Apple in nichts nach.

Düster, unheimlich und erdrückend zeigt sich die Stadt in alten Ganovenfilmen. Ein Image, das nicht von irgendwoher kommt. Schließlich stieg Al Capone in Chicago zum "Chef" auf, zum "Big Fellow". In den 1920er- Jahren baute er genau hier sein Syndikat aus und hatte damit die Kontrolle über Wettbüros, Pferderennbahnen, Bordelle, Nachtclubs und Destillerien. 1930 stand er auf der Liste der 28 meistgesuchten Kriminellen.

Foto: thinkstockphotos.de

Oder man denke an den auf Bankraub spezialisierten John Dillinger, der vom FBI als Staatsfeind Nr. 1 auserkoren wurde. An diese dunkle Vergangenheit erinnern jedoch nur noch finstere Stahltreppen und das riesige Netz aus unterirdischen Straßen und Tunneln, in dem sich Verbrecher früher wilde Verfolgungsjagden lieferten.

Im Gegenteil, das heutige Chicago ist hell und freundlich, glitzernd und weltoffen. Auf Fortschritt gepolt, ist die Vorzeigestadt anderen Metropolen oft einen Schritt voraus. Die Menschen sind freundlich, entgegenkommend und humorvoll. Hier spürt man das ganze Jahr über eine herrliche Leichtigkeit, sogar im Winter, der in der "windy city" ganz schön rau ausfallen kann. Die Uhren gehen langsamer als im Big Apple – ideal für Citybummler.

Geburtsort der Wolkenkratzer

Chicago liegt zwischen zwei Welten: am dicht bevölkerten Ufer des Lake Michigan und am Rand der sich bis zu den Rocky Mountains ausdehnenden Prärie. Genau an diesem Schnittpunkt konnte sie sich trotz schwieriger Vergangenheit – 1871 fiel beinahe die ganze Stadt einem großen Feuer zum Opfer – frei entfalten. Denn der Katastrophe folgte ein architektonischer Höhenflug, bei dem die höchsten und kühnsten Gebäude geplant wurden. Das Home Insurance Building, entworfen von William Le Baron Jenney, gilt als der erste Wolkenkratzer (1885). Allerdings kamen statt eines echten Stahlskeletts noch Gusseisenträger zum Einsatz.

Größen wie Louis Henry Sullivan, Ludwig van der Rohe und Frank Lloyd Wright sind untrennbar mit Chicago als Geburtsstätte moderner Architektur verbunden. Die Skyline mit ihren schlanken Wolkenkratzern ist faszinierend, besonders vom See aus gesehen. Ohne den Lake Michigan wäre die Stadt nur halb so schön. Innerhalb des Loop, ein durch die Schienen der Hochbahn gebildeter Ring, liegt die Innenstadt. Er erstreckt sich über 35 Blocks.

Bootstour auf dem Chicago River

Bei einer Bootstour auf dem Chicago River lässt es sich äußerst gemütlich einen ersten Eindruck von den Hochhäusern wie dem Trump Tower und dem Chicago Tribune einfangen. 412 Meter hoch geht es auf die Aussichtsplattform im 103. Stockwerk des Willis Tower (früher Sears Tower), dem Wahrzeichen und höchsten Bau der Stadt. Er nimmt wegen seiner schlichten Ästhetik eine Sonderstellung ein. Ihm um nichts nach steht "Big John", der Hancock Tower, mit seinem atemberaubenden Blick auf den Lake Michigan und über die ganze Stadt. Was in New York die 5th Avenue ist, ist in Chicago die Magnificent Mile, die "prächtige Meile". Der breite Boulevard mit exklusiven Geschäften, Museen, Restaurants und eleganten Hotels liegt zwischen dem Chicago River und dem Lake Shore Drive.

Jazz, Blues und Gospel

Ab 1920 wurde Chicago zur Jazzmetropole. Louis Armstrong, Earl Hines und Jelly Roll Morton belebten die "schwarzen Clubs" und prägten den Chicago Jazz. Blues- und Gospelfestivals sind für Touristen wahre Magneten. Kunstliebhabern bietet Chicago eine wahre Fülle an Schätzen, allen voran das Art Institute und das Museum of Contemporary Art (MCA). Für viele ist New York die Kulturmetropole der USA, doch Chicago steht dem Big Apple kaum nach.

Verbringt man ein paar Tage in Chicago, sollte man sich zwei etwas längere Ausflüge nicht entgehen lassen: den Oak Park, wo sich Bauten des legendären Architekten Frank Lloyd Wright befinden, und im Süden das Viertel Hyde Park, Heimat von Präsident Barack Obama.

20.12.2014, 17:00
Susanne Zita, Kronen Zeitung
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