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08.12.2016 - 06:04
Foto: flickr.com/Microsiervos

Sabotiert WhatsApp seinen Rivalen Telegram?

01.12.2015, 10:55
Um ihre marktbeherrschende Stellung zu schützen, schreckt die Messaging-App WhatsApp offenbar nicht davor zurück, Rivalen zu sabotieren. Zu dieser Vermutung kommen WhatsApp-Nutzer, die versuchen, Links zur Konkurrenz-App Telegram zu verschicken. Wird ein Link zu Telegram verschickt, kann er in WhatsApp nach einem neuen Update nämlich nicht mehr geöffnet oder kopiert werden.

Die russischen Betreiber von Telegram haben das Problem bei WhatsApp- Links gegenüber dem IT- Portal "The Verge"  bereits bestätigt. Ihnen zufolge tritt das Problem auf, seit WhatsApp aktualisiert wurde. Das Update wurde offenbar noch nicht flächendeckend ausgeliefert: Während Telegram- Links bei unserem Test mit der Android- Version von WhatsApp tatsächlich nicht funktionierten, konnten sie bei der Windows- Phone- Version problemlos geöffnet werden.

Ist es Sabotage oder ein Bug?

Noch ist nicht klar, ob es sich um gewollte Sabotage des Konkurrenten oder einen simplen Bug in WhatsApp handelt. Von WhatsApp gibt es noch keine Stellungnahme, bei Telegram geht man davon aus, dass WhatsApp einlenken wird. "Normalerweise rudert Facebook bei einer medialen Gegenreaktion zurück und gibt seinen intelligenten Filtern die Schuld an dem Problem. Wir erwarten, dass das auch dieses Mal passiert", erklären die Telegram- Betreiber.

Dass WhatsApp bestimmte Links blockiert, ist bislang nicht vorgekommen, bei der WhatsApp- Mutter Facebook aber durchaus üblich. Dort werden beispielsweise Links auf Websites blockiert, die im Verdacht stehen, Umschlagplatz für Raubkopien zu sein. In der Vergangenheit blockierte Facebook Links auf die bekannte Torrent- Suchmaschine "The Pirate Bay", kürzlich blockierte man auch Verlinkungen auf das neue soziale Netzwerk Tsu.co , das Nutzer an seinen Werbeeinnahmen beteiligen will.

01.12.2015, 10:55
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