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06.12.2016 - 19:48

IFA: Sonys QX- Aufsteckobjektive ausprobiert

10.09.2013, 14:19
Sonys innovative Smartphone-Aufsteckobjektive QX10 und QX100 waren unter den interessantesten Neuvorstellungen auf der Internationalen Funkausstellung. Mit einer Klammer werden die Fotokünstler am Smartphone befestigt, via NFC und WLAN verbinden sie sich direkt mit Android- und iOS-Geräten, wo sie fortan als Linse für die Foto-App dienen. krone.at hatte auf der IFA Gelegenheit, ein paar Testfotos mit dem QX10-Aufsteckobjektiv zu knipsen.

Das Einsteiger- Objektiv QX10 deckt mit seinem optischen Zehnfach- Zoom eine Brennweite entsprechend Kleinbild von 25 bis 250 Millimetern ab und verfügt über einen mit 18 Megapixeln auflösenden CMOS- Bildsensor vom Typ Exmor R. Die Blende beträgt F/3,3- 5,9. Mit F/1,8- 4,9 deutlich lichtstärker ist das größere QX100, in dem Sony einen 20- Megapixel- Bildsensor verbaut. Die Brennweite fällt mit 28 bis 100 Millimetern allerdings geringer aus.

Gute Bildqualität, App braucht "Bedenkzeit"

Bei einem kurzen Hands- on am Sony- Stand auf der IFA hatten wir Gelegenheit, einige Bilder mit der günstigeren der beiden QX- Kameras zu knipsen. Die erzielte Bildqualität übertraf dabei das, was die ohnehin schon sehr gute integrierte Kamera des mit dem Objektiv verbundenen Xperia Z1 zustande bringt.

Mangels externem Monitor musste das Smartphone- Display für die Betrachtung der Bilder herhalten – und darauf war das Bildmaterial auch dann noch scharf zu sehen, wenn man recht nah ans Motiv heranzoomte. Rauscheffekte oder Unschärfen konnten wir nicht entdecken, am Sony- Stand herrschten aber auch recht helle Lichtverhältnisse.

Ein kleiner Wermutstropfen an Sonys QX- Smartphone- Objektiven: Weil die Bilder vom Objektiv erst über die WLAN- Verbindung ihren Weg vom Objektiv auf das Smartphone finden müssen, braucht die Kamera- App nach einer Aufnahme etwas "Bedenkzeit". Je nach gewählter Auflösung kann es einige Sekunden dauern, bis das mit dem Zusatzobjektiv geknipste Bild auch tatsächlich auf dem Handy ist.

Intuitiv bedienbar, unterwegs aber nur bedingt nützlich

An der Bedienung der Aufsteckobjektive gibt es wiederum wenig zu mäkeln. Sie können bei aktiver Verbindung entweder direkt vom Smartphone aus mit der Kamera- App bedient werden, alternativ gibt es am Objektiv auch kleine physische Tasten, mit denen beispielsweise der Zoom gesteuert wird. Da die Objektive über eine eigene Stromversorgung verfügen, entziehen sie dem Handy- Akku keine Energie. Dafür müssen sie aber auch separat geladen werden.

Die Verbindung mit dem Handy klappte beim Ausprobieren zuverlässig und schnell. NFC- fähige Smartphones bauen die WLAN- Verbindung, über die das Objektiv ans Smartphone gekoppelt wird, automatisch auf. Die WLAN- Zugangsdaten für das Objektiv werden dabei über den Kurzstreckenfunk übermittelt. Wer kein NFC hat, muss die auf einem Aufkleber am Objektiv zu findenden WLAN- Zugangsdaten von Hand eingeben, fortan unterscheidet sich die Bedienung auf Handys mit oder ohne NFC nicht weiter.

So interessant das Konzept mit den Aufsteckobjektiven auch ist: Dass die neue Gerätekategorie kompakte Digicams mit ähnlich guten Linsen verdrängen wird, halten wir für unwahrscheinlich. Nicht nur wegen des vergleichsweise hohen Preises der QX10 (200 Euro) und der QX100 (450 Euro). Sondern auch, weil mit dem Zusatzobjektiv letztlich ebenso wie bei der Mitnahme einer kleinen Kompakten ein weiteres Gerät in der Tasche liegt und die Linse vor dem Fotografieren erst umständlich mit dem Handy verbunden werden muss.

10.09.2013, 14:19
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