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09.12.2016 - 18:17
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Google sammelt mit Android- Handys WLAN- Passwörter

17.07.2013, 15:50
Der US-Internetkonzern Google speichert WLAN-Passwörter, die auf Android-Handys mit aktivierter Back-up-Funktion eingegeben werden, unverschlüsselt auf seinen Servern. Die Funktion wurde bisher nicht groß thematisiert, wirft aber im Zusammenhang mit den Abhörskandalen der letzten Wochen kein gutes Licht auf den US-Konzern, der immer wieder Daten an den Geheimdienst NSA weitergeben soll. Google selbst widerspricht den Vorwürfen.

Die WLAN- Passwörter, die Android sammelt, könnten Google und der NSA Zugriff zu einer Vielzahl von WLAN- Netzen verschaffen, berichtet das IT- Magazin "Heise Security" . Weil Google auch WLAN- Netze zur Positionsbestimmung katalogisiert, dürfte der US- Internetkonzern ohne größere Probleme in unzählige WLAN- Netze weltweit einsteigen können, wenn er es denn möchte.

Besonders Firmen haben Anlass zur Sorge. Mitarbeiter, die ihre privaten Android- Geräte mit in die Firma bringen, dort ins WLAN gehen und die Daten auf dem Handy auf Google- Servern sichern, schicken die WLAN- Passwörter des Firmennetzwerks womöglich unwissentlich an die Server des US- Konzerns.

Gefahr durch Wirtschaftsspionage

Während Google selbst nicht gerade für einen Hang zur Wirtschaftsspionage bekannt ist, wird dem US- Geheimdienst NSA sehr wohl nachgesagt, gerne mal in Firmennetzwerken herumzuschnüffeln. Und würden die WLAN- Passwörter von Googles - eigenen Angaben zufolge hochgesicherten - Servern geklaut, sie wären ohne Zweifel ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle.

In Deutschland wird bereits auf den Skandal reagiert. Die Universität Passau beispielsweise hat ihre Studenten aufgefordert, die automatische Weitergabe von Daten an Dritte zu deaktivieren und empfiehlt, nach dem Abschalten der Funktion sämtliche Passwörter zu ändern, die auf dem Handy gespeichert sind.

Apple soll Daten besser schützen

Andere Hersteller von Smartphone- Betriebssystemen sollen es mit dem Datenschutz genauer nehmen. Bei Apple seien die auf dem iPhone gesammelten WLAN- Passwörter mit einer starken 256- Bit- Verschlüsselung gesichert, berichtet das Magazin. Das mache den Zugriff auf die Daten schwierig.

Allerdings werden auch Apple und Microsoft in Zusammenhang mit dem PRISM- Abhörskandal genannt, Microsoft wird sogar nachgesagt, dem US- Geheimdienst bei der Umgehung der Verschlüsselung verschlüsselter Daten zu helfen (siehe Infobox). Wie es also tatsächlich um die Sicherheit der eigenen Daten bei US- Technologiekonzernen steht, kann derzeit nur gemutmaßt werden.

Google weist Vorwürfe zurück

Mittlerweile hat sich Google zu dem Thema zu Wort gemeldet und betont, dass die Backup- Funktion optional sei, also kein Android- User dazu gezwungen ist, sie zu benutzen und man es mit der Sicherheit mindestens ebenso genau nehme wie die Konkurrenz. Auf Googles Nexus- Smartphones ist die Backup- Funktion dem Security- Magazin zufolge standardmäßig aktiviert, der User muss sie dort also bewusst deaktivieren, wenn er seine Daten nicht sichern möchte.

Die zu sichernden Daten würden beim Transport SSL- verschlüsselt und auf hochgesicherten Servern gespeichert, betont Google. Wenn ein Android- User die Backup- Funktion deaktiviert, werden die auf Googles Servern gesicherten Daten gelöscht.

Google: Zusammenarbeit mit Behörden wird genau geprüft

Außerdem stehe die Backup- Funktion in keinem Zusammenhang mit Behördenanfragen, die von Googles Juristen in Einzelverfahren geprüft und nur dann erfüllt würden, wenn sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Wie häufig Behörden aus der ganzen Welt bei Google Daten erfragen, ist in Googles "Transparency Report"  einsehbar. Dass Google Daten an Geheimdienste weitergebe, sei eine irreführende Behauptung, so der US- Konzern.

Google ist derzeit bemüht, die Wogen zu glätten, nachdem der US- Konzern - ebenso wie Microsoft, Apple, Facebook und noch einige andere IT- Firmen - in Zusammenhang mit dem PRISM- Abhörprogramm des US- Geheimdienstes gebracht wurde (siehe Infobox). Der Konzern setzt sich in den USA für mehr Transparenz bei Geheimdienstanfragen ein.

17.07.2013, 15:50
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