"Sie muss einen riesengroßen Schutzengel gehabt haben", sagte die Urgroßmutter des Mädchens, die sich zum Unglückszeitpunkt in der Wohnung aufgehalten hatte, nach der Diagnose. Denn der Aufprall aus zehn Metern Höhe wurde von der Motorhaube eines geparkten Autos abgefangen.
Laut Polizeisprecherin Camellia Anssari hatte das Baby um kurz nach 14 Uhr im Schlafzimmer der Wohnung seiner Großeltern in der Jungstraße (Bild) schlafen sollen. Als die Mutter kurze Zeit später in das Zimmer schaute, bemerkte sie das offene Fenster und sah ihre Tochter auf der Straße liegen. Passanten leisteten Erste Hilfe und hatten bereits die Rettung verständigt.
Zunächst hatte es so ausgesehen, dass die Kleine mit Prellungen und Abschürfungen davongekommen sein könnte, doch diese Hoffnungen erfüllten sich im Krankenhaus, in das das Kind eingeliefert wurde, nicht. "Das Mädchen wird länger bei uns bleiben", sagte eine Vertreterin des Spitals am Mittwoch. Ermittlungen zum genauen Unglückshergang sind im Gange.
Fünfjähriger stürzt aus viertem Stock auf Markise
Ebenfalls einen Fenstersturz hat am Mittwoch ein fünfjähriger Bub überlebt - wenngleich mit schwersten Verletzungen. Wie die Polizei berichtete, fiel das Kind aus dem vierten Stock zuerst auf eine Markise, prallte anschließend jedoch auf den Begrenzungspfeiler eines Schanigartens. Der Bub wurde ins Krankenhaus gebracht und in künstlichen Tiefschlaf versetzt.
Der Fünfjährige soll sich laut Polizei allein im Zimmer befunden und das Fenster geöffnet haben. Die 46-jährige Kindesmutter, die sich in einem Nebenraum befand, hörte die Schreie ihres Sohnes und eilte sofort zu ihm.
Einvernahmen zum Unglückshergang konnten noch nicht durchgeführt werden. Die 46-Jährige stehe unter Schock, so die Polizei am Mittwochabend.
von Florian Hitz (Kronen Zeitung) und krone.at
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