Silvester-Kracherei

Wer schießt, wird heuer in Graz hart bestraft

Österreich
22.12.2008 15:25
Verletzte Kinder und Jugendliche, lärmgeplagte Erwachsene, verstörte Tiere - aber eben auch ein bisschen Tradition. Die Grazer Polizei sagt der Krachmacherei zu Silvester heuer jedenfalls den Kampf an. Es drohen saftige Strafen - und bis zu sechs Wochen Arrest.

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) sieht es mit Genugtuung. Er hätte ja am liebsten gleich den Verkauf der Knallkörper verboten. "Deutsche", "Sonnen", "Piraten", "Schweizer-Kracher", "Luftpfeifer" usw. - all diese Knallkörper fallen in die Kategorie der pyrotechnischen Gegenstände der Klasse II. Sie in Menschenansammlungen, geschlossenen Räumen oder in der Nähe von Kirchen, Krankenanstalten, Kinder-, Alters- und Erholungseinrichtungen abzufeuern, ist strikt verboten.

"Aktion scharf" geplant
Polizei-Sprecher Gerhard Lecker bestätigt gegenüber der "Krone", dass die Polizei zu Silvester eine "Aktion scharf" plant. Das heißt: Wer gegen die Gesetzeslage verstößt, muss mit Geldstrafen bis zu 2.180 Euro rechnen - oder gar bis zu sechs Wochen in den Arrest wandern. In besonders schwerwiegenden Fällen kann man auch mit einer Geldstrafe und einem Freiheitsentzug bestraft werden.

Nagl: "Laut und unnötig"
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl begrüßt das Engagement der Polizei ausdrücklich: "Silvester-Kracher sind gefährlich, laut, unerträglich und vollkommen unnötig!"

von Gerald Richter, Kronen Zeitung

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