Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
20.08.2017 - 01:49
Foto: thinkstockphotos.de

Was tun, wenn das Baby unaufhörlich weint?

16.01.2015, 13:32
Für viele Eltern ist es eine große Belastung, wenn ihr kleiner Schatz nicht und nicht zur Ruhe kommt. Das Baby schreit - und die Nerven der Eltern liegen blank. Doch was kann man gegen das Schreien unternehmen? Wie beruhigt man ein Kind, das sich nicht beruhigen lässt? Ab wann spricht man von einem Schreibaby und wie kann man ihm helfen?

In den ersten drei Monaten ist das Schreien des Babys vollkommen normal. Das Baby muss nun erst damit zurechtkommen, dass es nicht mehr in der wohligen Wärme und Geborgenheit des Mutterleibes ist. Rein physiologisch betrachtet kommen alle Babys drei Monate zu früh auf die Welt, denn einige Organsysteme und der Verdauungstrakt sind noch nicht fertig ausgebildet. Die Entwicklungen müssen außerhalb des Mutterleibes vollendet werden, was auch ein Unwohlsein beim Kind hervorruft.

Manchmal sind Drei- Monats- Koliken die Ursache für anhaltendes Schreien. Manchmal sind Koliken aber nicht der Grund für das Schreien, sondern ergeben sich als Folge davon, weil das Baby beim Schreien Luft schluckt und dadurch Blähungen bekommt. Es kann aber auch sein, dass das Kind einfach verspannt ist und sich in seiner Haut nicht wohlfühlt.

Von einem Schreibaby spricht man in jedem Fall erst dann, wenn es mehr als drei Stunden täglich an mehr als drei Tagen pro Woche über mindestens drei Wochen schreit. Etwa 25 Prozent aller Säuglinge sind davon betroffen. Die Ursache ist meist, dass Ihr Baby keinen geordneten Tag- Nacht- Rhythmus findet und sich nicht von selbst beruhigen kann.

Schnelle Beruhigung

Wenn für das Schreien Ihres Babys kein rasch feststellbarer Grund wie Hunger, volle Windeln, Schmerzen, Krankheit, Ausschläge, Blähungen oder das Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit vorhanden ist, dann kann es oft helfen, die Situation im Mutterleib nachzustellen, um es zur Ruhe zu bringen. Hierfür sollten Sie Ihr Baby in eine weiche Decke so fest einwickeln, dass es seine Arme und Beine nur mehr ein bisschen bewegen kann. Das ähnelt dem Freiraum, den es im Bauch hatte. Dann drehen Sie Ihr Baby auf die Seite, so fühlt es sich sicherer als schutzlos am Rücken liegend.

Beruhigende Sch- Laute am Ohr Ihres Babys helfen dabei, die Geräusche im Mutterleib nachzuahmen. Auch Schaukeln und Wiegen beruhigt Ihr Baby, weil das seinen Gleichgewichtssinn animiert – ein angenehmes Gefühl für Babys. Schreit das Kind immer, wenn Sie es wickeln, dann hilft der Trick, ihm eine warme Decke auf den Bauch zu legen, damit es sich nicht nackt und unbeschützt fühlt.

Entspannen

Keinesfalls sollten Sie zu viele verschiedene Dinge ausprobieren, da das Ihr Kind mit Reizen überflutet, die es noch nicht verarbeiten kann. Denn manchmal schreien Babys auch, weil sie überfordert sind, da ihre Eltern sich ständig mit ihnen beschäftigen, sie streicheln, tragen, schaukeln – das ist zu viel, Ihr Kind wird überreizt. Das erkennen Sie daran, dass Ihr Baby den Kopf wegdreht und in einem kurzen Rhythmus leise und gleich wieder laut schreit. Dann hilft es, das Baby in sein Bettchen zu legen, danebenzusitzen und es höchstens ein bisschen zu streicheln.

Auch kann es bei anhaltendem Schreien helfen, Ihren kleinen Schatz einfach einmal an Großeltern oder Freunde weiterzureichen, weil das Kind auch Ihre Anspannung spürt und darauf reagiert. Für viele Babys ist es beruhigend, wenn sie tagsüber viel im Tragetuch herumgetragen werden, da ihnen der enge Körperkontakt guttut und sie beruhigt. Ein sanftes Wiegenlied kann auch beruhigen - es ist völlig egal, was Sie singen, solange es leise und gleichmäßig klingt.

Professionelle Stellen raten überdies dazu, ein Schreitagebuch zu führen, um zu erkennen, ob es bestimmte Tageszeiten gibt, zu denen Ihr Kind besonders viel schreit. Ein Spaziergang zu dieser Zeit kann Ihr Kind ablenken. Auch sollten Sie Ihr Baby möglichst früh an einen bestimmten Rhythmus gewöhnen, da Babys Wiederholungen lieben. Rituale sind wichtig, daher ist es auch beim Trösten hilfreich, das Kind immer in der gleichen Weise hochzunehmen und zu beruhigen.

Professionelle Unterstützung

Bevor Sie am Schreien Ihres Babys verzweifeln, sollten Sie sich professionelle Unterstützung holen. Damit können Sie späteren Verhaltensauffälligkeiten oder Aufmerksamkeitsstörungen, die bei Schreibabys in weiterer Folge verstärkt auftreten können, vorbeugen. In vielen österreichischen Krankenhäusern gibt es bereits Schreiambulanzen, auch Hebammen bieten oft Unterstützung in der Schreitherapie an. Ebenso kann eine spezielle Form der Osteopathie helfen, die Cranio- Sacral- Therapie. Dabei bringt der Therapeut durch Berührung und Bewegung den Körper des Kindes dazu, sich zu entspannen, und beseitigt schmerzhafte Muskelkontraktionen. Auch sollen damit die Selbstheilungskräfte des Babys verstärkt werden.

16.01.2015, 13:32
lhi/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum