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17.01.2017 - 09:27
Das Z5 Premium liefert tolle Bilder, die hohe Auflösung ist mit freiem Auge aber kaum zu erkennen.
Foto: Dominik Erlinger

Z5 Premium: 4K- Display und Turbo- Cam ausprobiert

07.09.2015, 10:53
Sony zeigt auf der IFA mit dem Xperia Z5 Premium sein neuestes Android-Flaggschiff mit satten 3840 mal 2160 Pixeln Auflösung und 23-Megapixel-Kamera mit Turbo-Autofokus. Damit setzen sich die Japaner in puncto Auflösung – sowohl beim Display, als auch der Kamera – an die Spitze der aktuellen Android-Elite. Aber bringen so viele Pixel in der Praxis überhaupt noch einen Mehrwert? krone.at hat es direkt auf der Messe ausprobiert und mit Sony-Ingenieuren gesprochen.

3840 mal 2160 Pixel Auflösung, das entspricht am Smartphone- Display einer Pixeldichte von 800 dpi. Gemeinhin wird ein Wert von knapp über 300 dpi als so scharf empfunden, dass das menschliche Auge keine Einzelpixel mehr erkennt. Da verwundert es kaum, dass wir beim Erstkontakt mit Sonys 4K- Display in puncto Schärfe kaum einen Unterschied zum Full- HD- Display im "normalen" Z5  erkannt haben.

4K: Nett für VR, übertrieben für den Alltag

Erst bei extrem genauem Hinschauen – die Augen wenige Zentimeter vor dem Display – und sehr feinem Videomaterial lässt sich ein Auflösungsvorteil gegenüber Full- HD erkennen. Im Alltag der meisten Smartphone- Nutzer dürfte dieses Betrachtungsszenario aber selten eintreten. Freilich hat das – im Direktvergleich mit dem Full- HD- Display des regulären Z5 etwas dunklere - 4K- Display im Xperia Z5 Premium noch andere Qualitäten, etwa hohe Blickwinkelstabilität, sehr guten Kontrast und natürliche Farben, von der Auflösung an sich sollte man sich aber im Alltagsgebrauch keine Wunder erwarten.

Eine Ausnahme gibt es: Wer sein Smartphone mit einer entsprechenden Halterung als Virtual- Reality- Gerät nutzen will, könnte mit Sonys Android- Flaggschiff viel Freude haben. Während so viele Pixel im Alltagsgebrauch nämlich keine echten Vorteile bringen, dürften sie direkt vor dem Auge eine der größten Schwächen bisheriger Virtual- Reality- Hardware ausbügeln. Einen Fliegengitter- Effekt, wie wir ihn bei Probeläufen mit Geräten wie Samsungs Gear VR oder der Oculus Rift bemerkt haben, sollte die enorme Auflösung verhindern.

Neue Kamera macht sehr guten Ersteindruck

Einen exzellenten Eindruck hinterließ im Test die neue Kamera, die sowohl im Z5 Premium, als auch dem "normalen" Z5 und dem Z5 Compact ihren Dienst verrichtet. Sensor und Linsen wurden überarbeitet, beim Autofokus der Turbo eingeschaltet. Im Gespräch mit einem Sony- Ingenieur, der an der Entwicklung der Kamera beteiligt war, erfuhren wir, dass man sehr stolz auf das neue Modell ist und es als Wettbewerbsvorteil betrachtet. Die Folge: Während andere Sony- Kamerasensoren an konkurrierende Hersteller verkauft werden, bleibt der 1/2.3- Exmor- RS- Sensor im Z5 zunächst Sonys High- End- Familie vorbehalten.

Foto: Dominik Erlinger

Neben dem Bildsensor enthält das Kameramodul des Z5 ein kompliziertes System aus sechs Linsen, das nicht aus dem Gehäuse hervorsteht, wie das bei immer mehr anderen Android- Smartphones der Fall ist. Das sei kompliziert gewesen, aber aus Designgründen wichtig, erfuhren wir auf der Messe von Sonys Kamera- Ingenieur. Weitere Neuheiten in der Z5- Kamera: Sie bietet einen Phasenerkennungs- Autofokus mit Dutzenden Fokuspunkten, der besonders schnell arbeitet – auch im Videobereich. Und bei der Bildstabilisierung setzt Sony auf ein Mischsystem aus optischer und digitaler Stabilisierung – hier hat man sich von den hauseigenen Actioncams inspirieren lassen.

Im Praxistest auf der Messe hat sich die überarbeitete Kamera des Z5 sehr gut geschlagen. Das Gerät stellt nun tatsächlich deutlich schneller scharf als die Vorgängergeräte und eignet sich damit recht gut zum "aus der Hüfte" schießen. Die Bildqualität an sich spielt auf hohem Niveau. Beim Kurztest unter hellem Kunstlicht fing das Gerät unsere Motive schnell, scharf und detailreich ein. Ein Test der Schlechtlicht- Performance war auf der Messe allerdings noch nicht möglich, hier muss ein ausführlicherer Test Klarheit bringen.

Flotte Hardware, Chip ist Hitzerisiko

Abgesehen von Display und Kamera hinterlässt das Innenleben der Z5- Familie einen soliden Eindruck. Die verbaute Hardware – Snapdragon- 810- Chip und zwei bis drei Gigabyte RAM – stellte beim Kurztest auf der Messe das in Detailfragen leicht veränderte Sony- Android jederzeit flüssig dar, Apps starteten flott und auch bei mehreren offenen Anwendungen gelang der Wechsel zwischen selbigen verzögerungsfrei. Im Normalbetrieb nahmen wir keine übermäßige Hitzeentwicklung wahr, der verbaute Chip hat aber den Ruf, unter Last recht heiß zu werden.

Weniger Fingerabdrücke auf Z5- Rückseite

Sehr gut gefiel uns beim Erstkontakt mit Sonys neuen Edel- Smartphones deren Design und Haptik. Optisch orientiert man sich am bewährten Konzept der Vorgänger, im Detail – etwa beim seitlich angeordneten Entsperrknopf, der zugleich Fingerabdruck- Scanner ist – gibt's aber Neuerungen. Ebenso bei der Rückseite: Während das Z5 Premium mit einer spiegelnden Rückseite in diversen Metallic- Varianten aufwartet, kommt das normale Z5 jetzt mit einer Milchglas- Rückseite. Die Folge: Das reguläre Z5 ist unempfindlicher gegen Fingerabdrücke, als noch seine Vorgänger oder das Z5 Premium, bei dem eine spezielle Beschichtung eine allzu schmierige Rückseite verhindern soll.

Die spiegelnde Metallic-Rückseite des Z5 Premium ist anfälliger für Fingerabdrücke als jene des Z5.
Foto: Dominik Erlinger

Die generelle Verarbeitungsqualität der neuen wasserfesten Sony- Smartphones erscheint hochwertig: Die Geräte, welche wir uns auf der Messe angesehen haben, hatten keinerlei unerwünschte Spalten und gaben unter Druck nirgends nach. In der Hand liegt die Z5- Familie recht gut, wenngleich das 5,5 Zoll große Premium- Modell für Besitzer kleinerer Hände etwas zu groß geraten sein könnte. Sie dürften mit den kleineren Z5- und Z5- Compact- Varianten des Geräts glücklicher werden.

Ersteindruck: Sony zeigt mit seiner Z5- Familie, und hier ganz besonders mit dem Premium- Modell, wozu das Unternehmen auf technischer Ebene fähig ist. Sehr viel mehr als eine Machtdemonstration sehen wir im 4K- Display des Z5 Premium aber nicht – außer, der User ist begeisterter Nutzer von Virtual- Reality- Gestellen für das Smartphone. Die Kamera hinterließ im Messekurztest indes einen sehr guten Eindruck und auch in puncto Hardware- Power und Verarbeitung scheint Sonys neue Z5- Familie ein rundes Paket geworden zu sein. Man darf gespannt sein, wie sich die neuen Modelle im ausführlichen Test schlagen.

07.09.2015, 10:53
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