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07.12.2016 - 12:59
Foto: Microsoft

Xbox One: Wer in Videos flucht, wird bestraft

26.11.2013, 11:55
Seit wenigen Tagen ist Microsofts Xbox One auf dem Markt und zahlreiche Spieler machen bereits Gebrauch von der Möglichkeit, Videomitschnitte aus dem Spielgeschehen mit der Online-Gemeinde zu teilen. Dass die Videos nicht immer jugendfrei kommentiert werden, hat nun allerdings Microsoft auf den Plan gerufen. Der IT-Konzern hat offenbar mehreren Uploadern, die in ihren Videos besonders deftig geflucht haben, Privilegien ihres Xbox-Live-Accounts entzogen.

In den vergangenen Tagen haben in den USA Xbox- One- Spieler, die Videos aufgenommen und hochgeladen haben, festgestellt: Wer seine Aufnahmen fluchend kommentiert, muss damit rechnen, dass Microsoft seinem Xbox- Live- Account bestimmte Berechtigungen entzieht. Am Wochenende traf es offenbar gleich mehrere Nutzer, die plötzlich Funktionen wie etwa Skype nicht mehr nutzen konnten.

Fluchen verstößt gegen Nutzungsbedingungen

Microsoft begründet die Maßnahmen mit den Nutzungsbedingungen der Xbox One. "Übermäßige Obszönität und andere Verletzungen der Nutzungsbedingungen werden geahndet. Auf der Xbox One haben wir ein fortgeschrittenes System der Vollstreckung", kommentiert ein Microsoft- Sprecher gegenüber "CNET"  die Vorfälle. Und bei diesen Maßnahmen der Vollstreckung handle es sich beispielsweise um das Sperren bestimmter Funktionen.

Laut Microsoft bedeute die Überwachung der Videouploads auf exzessiven Schimpfwortgebrauch hin nicht, dass man die gesamte Kommunikation der Nutzer überwache. Skype- Nachrichten etwa würden nicht überprüft. Man nehme aber die Nutzungsbedingungen sehr ernst und kontrolliere die Videos, um eine "saubere, sichere und spaßige Umgebung für alle Benutzer" zu gewährleisten.

Funktionen gesperrt, Spieler nicht kontaktiert

Die Spieler stören sich weniger an Microsofts konsequentem Vorgehen gegen Obszönitäten in Video- Uploads, sondern mehr daran, dass Microsoft die betroffenen Spieler offenbar nicht kontaktiert und ihnen auch keine Details zu den Account- Schikanen genannt habe. Die betroffenen Gamer bemerkten offenbar erst, dass gegen sie vorgegangen worden war, nachdem ihr Account aus zunächst unerklärlichen Gründen für bestimmte Funktionen gesperrt wurde.

"Ich denke, man hätte mir zuerst eine Warnung schicken sollen, das nicht mehr zu tun. Anfangs wusste ich gar nicht, was ich falsch gemacht habe", zitiert die Website einen betroffenen Spieler. Ein anderer Spieler fordert im Xbox- Forum , dass Microsoft seine Nutzungsbedingungen klarer kommunizieren und die User zumindest benachrichtigen solle, wenn man Sanktionen wegen übertriebenem Fluchen verhänge.

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