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22.05.2017 - 23:29
Foto: thinkstockphotos.de

Geplante Obsoleszenz beschäftigt Umweltbundesamt

20.08.2013, 10:14
Werden vorzeitige Defekte eines Produktes durch den Hersteller in Kauf genommen oder sogar bewusst durch eingebaute Sollbruchstellen - als geplante Obsoleszenz - erzeugt? Verbraucherschützer beschäftigt diese Frage seit Jahren, doch verlässliche wissenschaftliche Daten zur vorzeitigen Alterung von Produkten gibt es kaum. Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) will dies nun ändern und hat eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben.

Warum ein Gerät vorzeitig ausfällt oder sich schlecht reparieren lässt, kann viele Ursachen haben. So können die Elektrolytkondensatoren in Computern, Fernsehgeräten und anderen elektronischen Geräten unterdimensioniert oder die Materialien bei mechanischen Bauteilen, wie Zahnräder in Mixern oder Lager in Waschmaschinen, zu wenig belastbar sein. Ein anderes bekanntes Problem: Die Bauteile in mobilen Geräten wie Tablet- PCs oder Smartphones sind verklebt und deren Akkus lassen sich nicht austauschen.

"Negative Auswirkungen auf Ressourcenverbrauch"

Abgesehen von diesen Erfahrungswerten liegen laut UBA derzeit jedoch "kaum systematische Informationen und Daten vor, die erlauben, das Phänomen Obsoleszenz tatsächlich zu beurteilen". "Bei der Obsoleszenz gibt es viele Spielarten: geplant, psychologisch und technisch. Fakt ist: der vorzeitige Verschleiß von Produkten, egal wie er zustande kommt, wirkt sich negativ auf unseren Ressourcenverbrauch aus", erklärt UBA- Präsident Jochen Flasbarth.

Elektro- und Elektronikgeräte im Mittelpunkt

Um die wissenschaftliche Grundlage zu verbessern, hat die Behörde daher nun das Öko- Institut e.V. zusammen mit der Universität Bonn mit einer Studie beauftragt. Erste Ergebnisse sollen im kommenden Jahr vorliegen, im Frühjahr 2015 soll die Untersuchung abgeschlossen sein. In der Studie werden einer UBA- Mitteilung vor allem Elektro- und Elektronikgeräte untersucht.

Bei diesen bestehe am häufigsten der Verdacht, vorzeitig zu altern oder kaputt zu gehen, schreibt das Amt. Außerdem ändere sich deren Design und Produktpalette besonders dynamisch. Im Rahmen der Studie soll deshalb ermittelt werden, ob und wie sich die durchschnittliche Lebensdauer und die Ausfallwahrscheinlichkeit von diesen Geräten in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Erfahrungen von Reparaturbetrieben, Testinstituten und weiteren Akteuren sollen in die Studie einfließen.

Neue Verfahren sollen Produktlebensdauer verbessern

Ziel des Forschungsprojekts sei es auch, neue Verfahren zu entwickeln, mit denen die Lebensdauer von Produkten besser überprüft werden könne. Während sich die Brenndauer bei Lampen auf Basis vorhandener Prüfstandards messen lasse, sei beispielsweise eine Lebensdauermessung für Kühlschränke unter Realbedingungen aufgrund der Zeitdauer kaum zu realisieren, so das UBA. In Fallstudien für drei noch auszuwählende Produktgruppen sollen daher Möglichkeiten der Lebensdauerprüfung identifiziert werden.

Verbraucherverhalten ebenfalls Gegenstand der Untersuchung

Untersucht werden soll auch, wie sich sowohl die Herstellerentscheidungen als auch das Verbraucherverhalten auf die durchschnittliche Lebensdauer der Produkte auswirken. So könne die Wahl des Designs und der Software die technische Lebensdauer eines Produktes verlängern. Die Art und Weise, wie Menschen dieses im Alltag nutzten, könne die technisch mögliche Lebensdauer wiederum verkürzen.

20.08.2013, 10:14
red
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