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05.12.2016 - 15:33
Foto: EPA

Foxconns Roboter- Armee nimmt langsam Gestalt an

27.06.2013, 15:09
Der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn macht mit seinem Ansinnen Fortschritte, sein Millionenheer von Arbeitern durch Roboter zu ersetzen. Die ersten 20.000 Stück der Arbeitsroboter-Armee, die Konzernchef Terry Gou plant, seien bereits fertig, verkündete der Foxconn-Boss kürzlich bei der Aktionärsversammlung in Taipeh.

Angesichts der steigenden Gehälter der chinesischen Foxconn- Arbeiter sei der Umstieg von großer Wichtigkeit für den weltgrößten Auftragsfertiger, berichtet das Technikmagazin "IT World" . "Wir haben über eine Million Arbeiter. In Zukunft werden wir eine weitere Million Arbeitsroboter hinzufügen", so Konzernchef Gou. Die menschlichen Mitarbeiter würden dann für die Wartung und Entwicklung der Maschinen zuständig sein.

Menschliche Arbeiter sollen Roboter bauen und warten

Foxconn ist der größte Elektronik- Auftragsfertiger der Welt. Allein in China beschäftigt das Unternehmen mehr als 1,2 Millionen Mitarbeiter, die rund 40 Prozent aller weltweit erhältlichen Unterhaltungselektronik zusammenbauen. Es ist fraglich, ob der Konzern all diese Arbeiter nach der Umstellung auf Roboter als Ingenieure und Techniker beschäftigen könnte.

Die Roboter, die Foxconn für die Fertigung von Elektronik entwickelt, seien genau für diesen einen Zweck erdacht worden, so Gou. Drei Jahre habe man bereits in ihre Entwicklung gesteckt, bis sie tatsächlich menschliche Arbeitskräfte ersetzen können, wird es aber wohl noch etwas dauern. Während Roboter nämlich bei der Produktion von großen Haushaltsgeräten oder Autos längst Standard sind, sind die Maschinen mit dem Zusammenbau von Geräten, bei denen es auf Genauigkeit und Fingerspitzengefühl ankommt, oft noch überfordert.

Foxconn will in die USA und nach Indonesien expandieren

Es sei ein mittel- bis langfristiges Ziel, die Produktion auf Roboter umzustellen, sagt Gou. Die mittlerweile 20.000 Roboter, die bereits in Betrieb sind, seien aber ein wichtiger Schritt hin zur völligen Produktionsumstellung. Einstweilen sind geschickte menschliche Hände die bessere Wahl, um die Geräte von Apple, Microsoft, Sony und vielen anderen Konzernen, die Foxconn beliefert, zusammenzusetzen.

Doch nicht nur der Einsatz von Robotern, sondern auch Fabriken in anderen Ländern sind für Foxconn ein Thema. Man denke darüber nach, neben China und einer Reihe anderer asiatischer Länder wie Vietnam auch verstärkt in den USA zu produzieren, so Gou. Das Ausmaß des Foxconn- Engagements in den Vereinigten Staaten hänge allerdings auch von "wirtschaftlichen Einflüssen" ab.

Eine Expansion plant das Unternehmen unterdessen auch nach Indonesien. Dort sieht Gou nicht nur wegen der im Vergleich zu China noch billigeren Arbeitskräfte, sondern auch wegen des großen Marktes – Indonesien hat immerhin 240 Millionen Einwohner – Chancen für sein Unternehmen.

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