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21.01.2017 - 08:20
Foto: © [2009] JupiterImages Corporation

Das beste Bild am Flachbild- Fernseher

21.09.2009, 17:28
Im Geschäft sehen Bild und Farben des neuen Flatscreen-TVs scharf und strahlend aus, zu Hause kommt dann oft die große Ernüchterung. Das liegt daran, dass auch modernste LCD- und Plasma-Fernseher ab Werk nicht für die Verwendung in den eigenen vier Wänden eingestellt sind. Statt ungetrübter Heimkino-Lust gibt es dann oft nur Fernseh-Frust. Dabei ist es nicht allzu schwierig, das optimale Bild zu kriegen. krone.at verrät dir, welche Tricks es dabei zu beachten gilt und welche Gratis-Programme dir dabei helfen, deinen Flachbild-Fernseher zu trimmen.

Vor dem Einstellen des Displays gilt es allerdings, weitere Faktoren zu berücksichtigen. Ein häufiger Fehler sind falsche Erwartungen: LCD- und Plasma- Fernseher sind eigentlich auf die Wiedergabe von Digital- Inhalten ausgelegt. Ist die Zuspielquelle analog – kommt das Programm also aus der normalen Antennen- Steckdose  – können die Geräte ihre Stärken natürlich nicht sonderlich gut ausspielen. Willst du also das bestmögliche Bild auf deinem Flatscreen, solltest du dafür sorgen, dass du es von einem digitalen Satelliten- (DVB- S) oder digitalen Kabel- Receiver (DVB- C) bekommst. Mittlerweile ist zwar auch die terrestrische Fernseh- Ausstrahlung in Österreich auf den digitalen Standard DVB- T umgestellt. Da das Signal jedoch stark komprimiert ist, gilt es auch hier Einschränkungen in der Bildqualität zu verkraften.

Auch die Wahl der Verbindung zwischen Receiver und Fernseher spielt eine große Rolle im Ergebnis am Bildschirm. Denn nur digitale Kabelverbindungen schaffen eine verlustfreie Übertragung des Signals. Wer also seinen Digital- Sat- Receiver mit einem analogen Scart- Kabel an das TV- Gerät anschließt, muss erneut mit nicht zu unterschätzenden Qualitätseinbußen rechnen. Optimal geeignet sind hingegen HDMI- Kabel – diese übertragen das Signal perfekt auf den Bildschirm.

Auf die Umgebung kommt es an

Natürlich hängt das Bild auch von den räumlichen Gegebenheiten ab, die das heimische Wohnzimmer bietet. So sollte darauf geachtet werden, störenden Lichteinfall vom Fenster zu vermeiden. Auch Lampen können zu unangenehmen Spiegelungen am Bildschirm führen. Außerdem sollte der Heimkino- Fan auch auf einen angemessenen Sitzabstand zum Fernseher achten. Als Faustregel gilt dabei, dass der Abstand zum Display ungefähr das Dreifache der Bildschirmdiagonale betragen sollte. Bei einem 42- Zoll- Fernseher (rund 107 Zentimeter) wären das dann ungefähr 3,2 Meter. Sitzt du hingegen zu nahe am Gerät, kann es dazu kommen, dass dir auch die besten Bilder unscharf erscheinen. Das größte Fernsehvergnügen gibt es außerdem, wenn der Einblickwinkel nicht zu spitz ist. Prinzipiell solltest du dich deshalb immer mittig vor das Bild setzen.

Kostenlose Tuning- Tools

Diese Tipps tragen zwar schon zu einem verbesserten Fernseherlebnis bei. Das ursprüngliche Problem – die Feinabstimmung des Bildes – ist damit aber noch nicht behoben. Meist liegen die Schwierigkeiten daran, dass die Einstellungen neuer Fernseher für die Umgebung im Elektronikmarkt optimiert sind. Das heißt, dass die Farb- und Kontrastwerte auf das Maximum eingestellt sind, um in der hellen Umgebung aus der Konkurrenz hervorzustechen. Natürlich kann nun jeder Wert durch Probieren so lange verändert werden, bis sich ein subjektiv besseres Bild ergibt. Was wirklich im Gerät steckt, wird auf diese Weise aber kaum festzustellen sein. Um das Tuning deshalb möglichst genau vorzunehmen, gibt es mehrere Gratis- Tools im Netz. Das deutsche Unternehmen Burosch etwa bietet Testbild- DVDs zum Downloaden an, mit denen du das Maximum aus deinem Fernsehbild herausholen kannst.

Den Download- Link zu den Tools sowie zu den Anleitungen findest du in der Infobox!

Für unterschiedliche Fernseher gibt es natürlich unterschiedliche Tools: Für Geräte mit Full- HD- Auflösung steht die "AVEC Referenz Test Sequenz AVCHD" zur Verfügung. Diese benötigt allerdings einen Blu- ray- Player, da nur diese Geräte echte Full- HD- Ausgabe liefern können. Für alle PAL- Auflösungen bietet das Unternehmen die "DIVAS Referenz Video Test Sequenz" an. (Anm.: Auf der Seite zum Downloaden ganz nach unten scrollen!)

Vor der Justierung zu erledigen

Bevor das Tuning beginnen kann, müssen die heruntergeladenen Image- Files mit einem gängigen DVD- Brennprogramm - etwa Nero oder ImgBurn (siehe Infobox) - auf einen Rohling gebracht werden. Ist die DVD gebrannt, heißt es: ab damit in den DVD- bzw. Blu- ray- Player. Bevor es dann allerdings richtig losgehen kann, sollte man noch darauf achten, die normalen Fernsehbedingungen herzustellen. Sprich: Die Helligkeit im Raum sollte der beim normalen Fernschauen entsprechen. Die Einstellungen der Zuspielgeräte, über die das Signal empfangen wird (z.B. DVD- Player) müssen außerdem auf den Grundwert eingestellt sein – Helligkeit, Kontrast etc. sollten also nicht bereits vom Abspielgerät verändert werden.

Außerdem sollten alle digitalen Bildverbesserer (etwa Rauschunterdrückung DNR, Kontrastverstärkung etc.) ausgeschaltet werden. Diese kann der Anwender nach der Justierung auf Wunsch wieder zuschalten, wobei zu beachten gilt, dass diese meist nur in Maßen eingesetzt eine Verbesserung bringen. Ist das erledigt, kann es aber endlich los gehen.

Auf acht Einstellungen kommt es an

Am besten ist es dabei, du druckst dir die Anleitung von der Burosch- Website vor der Kalibrierung aus bzw. hast sie am Notebook griffbereit. Diese enthält nämlich neben der genauen Beschreibung der einzelnen Schritte auch Beispielbilder, die zeigen, wie das Testbild bei korrekter aber auch falscher Darstellung aussieht. So kannst du immer überprüfen, ob du endlich die optimale Einstellung gefunden hast. Die "DIVAS"- oder "AVEC"- DVD hilft dir sodann mit einem Testbild in acht Schritten (Nummer acht prüft die Soundeinstellungen) alle Justierungen im Menü des Fernsehers vorzunehmen. Die Reihenfolge solltest du dabei genau einhalten, da nur so die gewünschten Ergebnisse garantiert werden können. Länger als eine Stunde am Stück solltest du das Bild übrigens nicht auf dem Bildschirm haben, da sonst die Gefahr des "Einbrennens" besteht.

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