Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 23:43
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images

Britischer Forscher "infiziert" sich mit Computervirus

27.05.2010, 11:52
Als weltweit erster Mensch hat sich ein britischer Wissenschaftler mit einem Computervirus infiziert. Um die Gefahren von Funkchip-Implantaten im medizinischen Bereich aufzuzeigen, implantierte sich Dr. Mark Gasson von der Universität Reading einen sogenannten RFID-Chip und infizierte diesen anschließend mit einem Computervirus, den er an externe Kontrollsysteme weitergab.

Während RFID- Chips hierzulande bislang überwiegend zur Identifikation von Haustieren ("chippen") Verwendung finden, werden die reiskorngroßen Funkchips in den USA bereits zu medizinischen Zwecken in Menschen implantiert. Im Notfall soll sich so die Krankengeschichte des Betroffenen auslesen lassen.

Mit seinem Selbstversuch wollte Gasson demonstrieren, dass dieses Auslesen nicht ganz ungefährlich ist. Einmal infiziert, könnten RFID- Chips den Virus an externe Kontrollsysteme, beispielsweise in Krankenhäusern, weitergeben und so schließlich andere Menschen mit medizinischen Implantaten infizieren.

"Technische Hilfsmittel öffnen andere Schwachstellen"

Noch sei die Gefahr zwar gering, räumt der Wissenschaftler ein, doch mit der Weiterentwicklung medizinischer Technologien wie Herzschrittmachern und Innenohr- Implantaten steige auch das Risiko einer Computervirus- Infektion. "Die Verwendung solcher Technologien birgt auch Risiken. Wir verbessern zwar spezifische körperliche Fähigkeiten, mit den dafür genutzten technischen Hilfsmitteln öffnen sich jedoch andere Schwachstellen", so Gasson gegenüber der "BBC".

Wirklich gefährlich werde es, kommentiert Rafael Cappuro vom deutschen Steinbeis- Transfer- Institut für Informationsethik den Versuch, "wenn jemand Online- Zugriff auf ein Implantat bekommt". Eine Überwachung mittels Funkchip könne zwar durchaus Teil einer ärztlichen Betreuung sein, "aber wenn einem irgendjemand etwas antun möchte, könnte das ein Problem sein."

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum