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23.07.2017 - 19:34
Foto: youtube.com

Fake- Zeichentrickserien gefährden unsere Kinder

31.03.2017, 10:21

Sie sind vom Original kaum zu unterscheiden, doch statt kindgerechter Unterhaltung wird Gewalttätiges serviert: Auf YouTube tummeln sich Hunderte vermeintlich harmloser Clips, die mit bekannten Zeichentrickfiguren um die Gunst der jüngsten Zuseher buhlen - bei genauerem Hinsehen jedoch keineswegs für diese bestimmt sind.

Die Journalistin Laura June  traute ihren Augen kaum, als sie sah, dass ihre dreijährige Tochter nach dem Ansehen eines harmlosen Zeichentrickfilmes auf YouTube von dem Videoportal automatisch zu einem Clip weitergeleitet wurde, der so gar nichts mehr mit kindgerechter Unterhaltung zu tun hatte - obwohl die Protagonisten unverändert blieben.

Verstörende Bilder

Kein Einzelfall: Wie Recherchen der BBC zeigen , gibt es auf YouTube Hunderte Clips, die mit prominenten Charakteren wie "Mickey Mouse", "Peppa Wutz", Thomas, die kleine Lokomotive", den "Minions" oder "Der Eiskönigin" vermeintlich kindgerechte Unterhaltung versprechen, mit ihren gewalttätigen Bildern jedoch verstörend oder sogar traumatisierend auf die Kleinsten wirken können.

Foto: youtube.com

So muss "Peppa Wutz" beispielsweisen die Qualen eines sadistischen Zahnarztes über sich ergehen lassen, "Mickey Mouse" bekommt ein Ohr abgeschnitten und Ärztin "Doc McStuffins" verwandelt sich in einen blutrünstigen Zombie. Das Problem: Die meisten dieser gefälschten Videos wirken offiziell, beginnen oft sehr harmlos und sind mit Schlagworten wie "Kinder" oder "Animation" versehen - und daher weder für Eltern noch für Kinder von den sicheren Originalen auf Anhieb zu unterscheiden.

Eltern sollten "YouTube Kids"- App verwenden

Von der BBC  darauf aufmerksam gemacht, verwies YouTube auf seine bestehenden Filtermöglichkeiten, räumte jedoch zugleich ein, dass diese niemals zu hundert Prozent akkurat sein könnten. Das Videoportal empfiehlt Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, die restriktivere "YouTube Kids"- App, die sowohl für iOS  als auch Android  kostenlos erhältlich ist.

Redaktion
krone.at
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