Massenhinrichtung
USA richteten Geisteskranke hin
Auch in anderen Fällen sei eine Erkrankung nicht auszuschließen, da viele der zum Tode Verurteilten niemals psychiatrisch untersucht worden seien, so der vorgelegte Bericht.
Amnesty sprach von einer "ritualisierten Tötung" psychisch kranker Menschen, mit der die USA international geltende Anstandsnormen verletzten. "Für viele Leute ist es leichter, einen geisteskranken Menschen zum Tode zu verurteilen, statt wirksame Lösungen für eine Behandlung zu finden", sagte Susan Lee von Amnesty in Amerika.
15 Prozent der US-Häftlinge geisteskrank
Ein 1999 vom US-Justizministerium veröffentlichter Bericht hatte den Anteil geisteskranker Menschen an den insgesamt 2,2 Millionen Häftlingen in den US-Gefängnissen auf 15 Prozent geschätzt. Das oberste Gericht der USA entschied 2002, dass die Hinrichtung geistig zurückgebliebener Krimineller gegen die Verfassung verstößt.
Außerdem untersagte das Gericht im vergangenen Jahr die Todesstrafe gegen Angeklagte, die die ihnen zur Last gelegten Verbrechen unter 18 begangenen haben. Im Dezember 2005 wurde der 1000. Mensch hingerichtet, seit die USA die Vollstreckung der Todesstrafe nach Ende eines Moratoriums im Jahr 1977 wieder aufgenommen hatten.







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