Landesjägermeister Heinz Gach kann ein Lied von der schweinischen Problematik singen: "Die Hilferufe von Landwirten, seitens der Jägerschaft Maßnahmen zu setzen, haben massiv zugenommen. 1995 waren es etwa 80 Stück Schwarzwild, die wir im Schnitt aus den steirischen Wäldern entnommen haben, heute stehen wir bei 800."
Enorme Schäden
Die Schäden, welche die bis zu 200 Kilogramm schweren Vierbeiner anrichten, sind teils enorm: "Im Wald ist's nicht so schlimm, aber werden sensible Kulturen oder Almwiesen beackert, kann das für die Bauern schon verheerende Folgen haben", weiß Gach. Zumal die Tiere wahre Nahrungsopportunisten sind, sprich: Sie fressen, was sie kriegen können. Eine ihrer Lieblingsspeisen: frischer Mais.
Die enorme Zunahme der Wildschweinbestände ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum einen haben viele Länder - die Tiere kommen etwa aus Slowenien nach Österreich - noch unzureichend auf das Problem reagiert, und zum anderen besitzt das Schwarzwild unter günstigen Voraussetzungen ein großes Vermehrungspotenzial.
von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
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