Nicht eingeplante Aufregung hat in Graz im Zuge der Elektronik-Veranstaltung "RoboCup" geherrscht. Wie am Freitagabend bekannt wurde, musste ein Teilnehmer mit Symptomen der Neuen Grippe ins Spital gebracht werden. Der Patient ist seit Donnerstag in Behandlung, es geht ihm mittlerweile besser. Auch sein unmittelbares Umfeld wird prophylaktisch behandelt. Es besteht, betonen Fachärzte, kein Grund zur Panik.
Beim dem Patienten handelt es sich um einen 24-jährigen Chinesen. "Er ist schon in seiner Heimat mit Erkrankten in Berührung gekommen, hat dann aber trotzdem die Reise nach Graz angetreten", weiß Dr. Odo Feenstra, Landessanitätsdirektor.
Weitere Personen im Hotel "isoliert" Am Donnerstag wurde der junge Student dann mit verdächtigen Symptomen in das - auf H1N1-Influenza spezialisierte - LKH West eingeliefert. Sein Team, neun Personen, wird derzeit vorsorglich mit dem Wirkstoff "Tamiflu" behandelt, die Betroffenen zeigten zwar absolut keine Symptome, wurden aber "gebeten, ihr Hotel nicht zu verlassen", so Feenstra. Sie würden sich absolut daran halten, "in diesen Gefilden ist man, man denke an SARS, an Isolationsmaßnahmen gewöhnt."
Veranstaltung wird fortgesetzt
Der "RoboCup" geht wie geplant bis Sonntag weiter. Es gäbe absolut keinen Grund zur Aufregung für Besucher, betont der stellvertretende ärztliche Leiter des LKH West, Gerald Geyer. "Übertragung erfordert engsten Kontakt, so ähnlich, wie wenn man Tisch und Bett miteinander teilt." Der Patient sei am Weg der Besserung. Ohne Symptome bestünde keine Gefahr, Hausärzte seien zum Thema bestens geschult. Derzeit liegen insgesamt drei H1N1-Patienten im LKH West.
von Christa Blümel ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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