Bei den heimischen Empfängern handle es sich um zwei weiterverarbeitende Betriebe. Wie krone.at bereits vor einer Woche berichtete (Infobox), sollen die gefälschten Waren aber nicht gesundheitsschädlich sein. Die zuständigen Stellen der Bundesländer wurden laut Ministerium umgehend informiert. Die italienischen Behörden übermittelten allerdings noch keine Lieferlisten mit konkreten Warenbezeichnungen, Mengen oder Lieferzeitpunkten.
Der Großbetrug war Anfang vergangener Woche in Verona aufgeflogen. Die Polizei beschlagnahmte rund 2.500 Tonnen falsch deklarierte Lebensmittel, sieben Personen wurden festgenommen. Insgesamt war seit 2007 von 700.000 Tonnen gefälschter Lebensmittel die Rede. Auch weitere europäische Länder seien beliefert worden, nach Deutschland etwa seien ebenso einige Hundert Tonnen Soja und Raps gelangt. Italienische Medien hatten auch Mehl, Weizen und Obst zu den beschlagnahmten Waren gezählt.
Die Kontrollen der Lebensmittel unterliegen in Österreich den Bundesländern. Bio- Produkte werden durch staatlich zugelassene Stellen noch zusätzlich kontrolliert. Auf Druck mehrerer EU- Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, wurde laut Gesundheitsministerium erreicht, dass der Skandal beim Ständigen Ausschuss für Ökologischen Landbau in Brüssel kommende Woche behandelt wird.