Der Fall wäre nie an die Öffentlichkeit geraten, wenn der Tiroler Freund der Wienerin nicht mit massiven Problemen zu kämpfen hätte. Dabei geht es um Trennung, Kindeswegnahme, Attacken gegen die Jugendwohlfahrt.
Im Zuge der Ermittlungen stießen dann Beamte auf die Aussage der heute achtjährigen Tochter, die behauptete, von der neuen Freundin des Vaters gefesselt worden zu sein. So stand jetzt die 28-Jährige in Innsbruck vor dem Richter. "Ja, das stimmt", sagte sie. Die Kleine habe massiv nach ihr getreten und geschlagen, und sie habe sich nicht mehr anders zu helfen gewusst. Sie wickelte einen Schal um die Beine des Mädchens - "bis sie sich wieder beruhigt hat".
Richter Norbert Hofer hatte zwar durchaus Verständnis für die Ausnahmesituation, bei der die junge Frau überfordert gewesen sei. "Doch da hätte es andere Möglichkeiten gegeben. Diese Methode ist nicht mehr angemessen, Sie haben eine Grenze überschritten", begründete er sein Urteil.
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