Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass die Todesursache in unmittelbarem Zusammenhang mit der Narkose bzw. dem Narkosemittel stehen könnte (siehe Story in der Infobox). Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin.
Nach OP auf Intensivstation verlegt
Das Mädchen war am 15. Oktober in das Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert worden, weil es beim Spielen Klebstoff verschluckt hatte. Von dort war das Kind aber umgehend an die Innsbrucker Klinik überwiesen worden. Noch am selben Tag sei unter Narkose eine endoskopische Untersuchung der oberen Atemwege vorgenommen worden, erläuterte Kofler nun in Innsbruck.
Die Narkose verlief laut der ärztlichen Direktorin ohne Zwischenfälle. Danach wurde das nach wie vor intubierte Kind "routinemäßig" auf die Intensivstation verlegt und weiterbehandelt. Dies sei normal, wenn es erforderlich sei, den Patienten länger schlafen zu lassen, da er beatmet werden müsse.
"Eine klare Spur der Ursache haben wir nicht"
Auf der Intensivstation sei das Mädchen dann nicht mehr munter geworden - "zunächst absichtlich, dann nicht absichtlich", sagte Kofler. Es sei zu einer plötzlichen Verschlechterung der Organfunktionen gekommen. Warum sich der Zustand des Kindes während des künstlichen Tiefschlafs auf der Intensivstation so verschlechtert habe, sei unklar.
Bei der Narkose sei Propofol verwendet worden. Dabei handle es sich um ein für Kinder zugelassenes Narkotikum. "Eine klare Spur der Ursache für die rapide Verschlechterung haben wir nicht", betonte die Medizinerin. Um diese zu klären, müssten mit Sicherheit weitere Untersuchungen angestellt werden. Das könne aber längere Zeit in Anspruch nehmen.
"Arbeiten ständig an Qualitätsverbesserung"
Die ärztliche Direktorin räumte ein, dass es Strukturprobleme an der Innsbrucker Klinik gebe, die geändert werden müssten. Bereits vor einem Jahr habe man sich auf eine neue Struktur der Kinderklinik geeinigt, die aber vom Unirat erst abgesegnet werden müsse. "Erst danach können die Stellen besetzt werden", betonte Kofler.
Die Kinderklinik sei aber kein Ort, "wo ständig etwas passiert". Pro Jahr würden 80.000 Kinder behandelt. "Wir verschleiern nichts und arbeiten ständig an einer Qualitätsverbesserung."
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