Es war ein Albtraum, den der Voitsberger gegen 1 Uhr früh erlebte: "Ich bin mit Freunden in einem Lokal gewesen, auf dem Nachhauseweg ist es passiert", berichtete er am Samstag der "Krone". In der engen Jungferngasse lauerten ihm die Räuber auf: "Es war wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die sind plötzlich über mich hergefallen, ich kann nicht einmal sagen, wie viele Täter es waren, und natürlich auch nicht, wie sie ausgeschaut haben."
Opfer in Blutlache liegend aufgewacht
Der 64-Jährige wurde niedergeschlagen und danach mit Tritten malträtiert: "Die haben offenbar keine Hemmungen gehabt. Möglicherweise bin ich dann bewusstlos geworden. Als ich wieder zu mir gekommen bin, habe ich gesehen, dass ich in einer riesigen Blutlache liege." Dann merkte er, dass ihm die Täter die Geldbörse geraubt hatten - in der sich sein Personalausweis und 70 Euro befanden. Im LKH Voitsberg wurden seine Verletzungen behandelt.
"Mit so einem brutalen Überfall hatte ich noch nie zu tun"
"Ich bin bereits seit 25 Jahren im Dienst, aber mit so einem brutalen Überfall hatte ich noch nie zu tun", berichtete der Ermittlungsleiter Günter Eberhart. Die Polizei fahndete deshalb auf Hochtouren - dank der Hartnäckigkeit der Exekutive aus Voitsberg und Stallhofen waren die Ermittlungen schließlich von Erfolg gekrönt.
Verdächtige waren in Gewalttherapie
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen Salzburger (21) und einen Kärntner (22), die bis zu ihrer Festnahme in einem Therapiezentrum waren, in dem Aggressionsabbau gelehrt und Drogensucht bekämpft wird. Das erbeutete Geld setzten sie sofort in Alkohol um - und besuchten dazu (und um sich das Blut von den Händen zu waschen) eine Tankstelle.
Auf den Bildern der Überwachungskamera erkannten die Ermittler einen Verdächtigen wieder, den sie kurz nach dem Überfall kontrolliert hatten. Danach gelangte auch noch ein Anruf vom Gewalttherapiezentrum ein - zwei Patienten hatten eine Körperverletzung eingestanden.
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