Von den Menschen, die derzeit keine Arbeit haben, sind 318.027 als Arbeitslose registriert (+8.443 oder +2,7 Prozent), 66.271 nehmen an Schulungen teil. Damit ist die Zahl der Schulungsteilnehmer im Jahresabstand um 4,2 Prozent gesunken. Frauen sind mit einem Plus von 4,7 Prozent vom Anstieg der Arbeitslosigkeit stärker betroffen als Männer (+1,7 Prozent). Das liegt daran, dass in einigen männerdominierten Wirtschaftszweigen die Arbeitslosigkeit noch immer sinkt.
Ältere stärker betroffen
Überdurchschnittlich stark gestiegen ist die Arbeitslosigkeit auch bei älteren Menschen, sie nahm im Jahresabstand um 6,8 Prozent zu. Andererseits nimmt die Anzahl der über 50-Jährigen am Arbeitsmarkt stark zu, ihre Beschäftigung stieg um 40.000 und machte damit fast drei Viertel des gesamten Beschäftigungszuwachses aus.
Überraschend sind die trotz der Kälte sinkenden Arbeitslosenzahlen am Bau, wo um 2,1 Prozent weniger Arbeitslose zu verzeichnen waren. In der Industrie ging die Arbeitslosigkeit um 2,4 Prozent zurück. Die internationale Konjunkturflaute trifft in der Industrie vor allem die Leiharbeitskräfte: Bei der Leiharbeit stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten von allen Branchen mit 10,1 Prozent.
Niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU
Die Arbeitslosenquote beträgt nach österreichischer Berechnungsmethode 8,6 Prozent und ist damit um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Nach Eurostat-Berechnung betrug die Quote Österreichs 4,1 Prozent - allerdings sind hier erst die Dezember-Werte verfügbar. Österreich hat damit weiterhin die niedrigste Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union (siehe Infobox).
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