Brüste, Bier und Beutezüge: Hier lauert der Tod!

30.11.2011, 15:02
Foto: Universum Film
Brüste, Bier und Beutezüge: Mordlustige Haie treiben in einem US- Salzwassersee ihr Unwesen und verspeisen mit Vorliebe frühreife Teenager. In seinem 3D- Schocker "Shark Night"  (Kinostart: 2. Dezember) kennt Regisseur David R. Ellis (2. und 4. Teil von "Final Destination", "Snakes On A Plane") keine Gnade mit den nichts ahnenden Burschen und Mädels - das Wasser färbt sich so lange blutrot, bis der Letzte von ihnen in Stücke gerissen ist.

Für Sara (Sara Paxton, "Superhero Movie") und ihre College- Freunde soll es das ultimative Party- Wochenende im Ferienhaus ihrer Eltern werden. Wildes Flirten, hemmungsloses Feiern und jede Menge Spaß sind auf der kleinen Insel am Morris- See in Louisiana vorprogrammiert. Seit Jahren war Sara nicht mehr hier, damals hatte ein tragisches Ereignis ihre große Liebe zu Dennis (Chris Carmack, "O.C. California") beendet.

Die Stimmung in und rund um das Feriendomizil ist ausgelassen, der See lockt. Doch mit der Partylaune ist es schnell vorbei, als College- Footballstar Malik beim Wasserski- Fahren stürzt und sich blutüberströmt an Land schleppt - ein Hai hat ihm den Arm abgebissen. Jetzt beginnt nicht nur für Malik ein Wettlauf mit dem Tod. Als Saras Ex Dennis gemeinsam mit seinem Freund Red zur Insel kommen, bieten sie ihre Hilfe an.

Die geschockten Jugendlichen hoffen, nun den grausamen Bestien entkommen und die Behörden informieren zu können. Doch wie die Burschen und Mädels feststellen müssen, meint es nicht jeder "Helfer" gut mit ihnen. Denn das mörderische Treiben im Salzwassersee ist kein Zufall, sondern ein grausames Projekt mehrerer Einheimischer...

Horrortrip auf allen Ebenen

Für die Jugendlichen wird das Party- Wochenende am See zum Horrortrip - leider sind die 90 Filmminuten für die Kinobesucher ebenfalls ein Horrortrip. Nur wer eine Aneinanderreihung von Teenagersprüchen, peinlichen Dialogen und aberwitzigen Haiattacken gut findet, wird mit dem Film seine Freude haben. Allen anderen bleibt als schwacher Trost das Schmunzeln über die lächerliche Story.

In bester "Conan"- Manier stapft beispielsweise der einarmige Malik mit Speer in der Hand ins Wasser und sagt den Bestien den Kampf an. Und warum die Filmemacher den Haien, wenn diese schon wie Raketen aus dem Wasser steigen, nicht gleich Flügel verpasst haben, ist eine Frage, die man nach dem Kinobesuch am liebsten stellen möchte. Jedenfalls hat Regisseur David R. Ellis mit "Shark Night 3D" bewiesen, dass er mit dem Horrorthriller "Snakes On A Plane" den Tiefpunkt noch nicht erreicht hatte - es geht tatsächlich noch schlimmer.

Ingemar Pardatscher
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