Apple kämpft noch um Inhalte für sein iPad

22.03.2010, 10:28
Apple kämpft noch um Inhalte für sein iPad
Gut zwei Wochen vor dem Verkaufsstart des iPad müht sich Apple laut einem Bericht des "Wall Street Journal" noch um passende Inhalte für seinen neuen Tablet- Computer. Die Verhandlungen mit Medienhäusern seien schwierig. Vor allem Fernsehunternehmen hielten sich zurück, weil sie sich Sorgen um ihre heutigen Geschäftsmodelle machten, schrieb das Blatt. Die Zusammenarbeit mit Zeitungen und Magazinen werde unter anderem durch technische Probleme gebremst.

Apple setzt laut früheren Berichten stark auf Fernsehsendungen auf dem iPad - diese Pläne seinen nun deutlich zurückgeschraubt werden, schrieb die Zeitung. So sei das zuvor favorisierte Abo- Modell für Fernsehinhalte vorerst vom Tisch, derzeit werde nur noch um eine Preissenkung auf 0,99 Dollar (0,725 Euro) pro Serien- Folge statt der bisherigen 1,99 bis 2,99 Dollar verhandelt. Die Produzenten der TV- Inhalte hätten aber Angst, sich ihr aktuelles Geschäftsmodell - die Dutzenden Milliarden Dollar, die sie jährlich von den amerikanischen Kabel- und Satellitenfirmen kassieren - kaputtzumachen.

Zeitungsverlage im Zeitplan hinterher

Apple- Chef Steve Jobs hatte nach der Vorstellung des iPad persönlich eine Werbetour durch große US- Medienkonzerne gemacht, um sie für das Gerät zu gewinnen. Die Zeitungs- und Magazin- Verlage kämpften aber mit Verzögerungen bei ihren Apps, die ihre Inhalte multimedial für das iPad aufbereiten sollen, hieß es in dem Bericht weiter.

Kritik an fehlender Flash- Unterstützung

Einige Medienkonzerne seien auch unzufrieden damit, dass das iPad - genauso wie schon das iPhone – nicht Adobes Flash- Software unterstützt, die im Internet oft für Videos und Werbung eingesetzt wird. Apple beharrt darauf, dass Flash zu instabil sei und durch starke Auslastung des Prozessors die Batterielaufzeit verkürze.

Große Buchverlage mit im Boot

Zumindest der Online- Buchlanden iBooks für das iPad scheine aber im Zeitplan zu liegen, hieß es im "Wall Street Journal". Alle großen US- Buchverlage seien mit im Boot und würden die Titel pünktlich zum Start des Geräts zur Verfügung stellen.

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