Sa, 25. November 2017

„Störanfälligkeit“

15.04.2008 16:34

Datenretter warnen vor externen Festplatten

Österreichische Datenretter warnen vor dem sorglosen Einsatz externer Festplatten als Medium zur Datensicherung. Die weit verbreiteten Tischgeräte hätten eine für den User überraschend hohe Störanfälligkeit.

„Wir beobachten bereits seit 2006 einen sehr starken Anstieg bei externen Harddisks, auf denen Daten verloren gehen“, sagt Dipl. Ing. Nicolas Ehrschwender vom Wiener Datenrettungs-Unternehmen Attingo. Im Vergleich zum ersten Quartal 2007 habe sich die Anzahl der defekten externen Festplatten, die in den Labors der Datenretter landen, im 1. Quartal 2008 jedoch verdreifacht - was aber auch an der steigenden Verbreitungszahl liegen könnte.

Zwei Gründe seien für den Datenverlust bei externen Platten hauptverantwortlich, behauptet Ehrschwendner: In der Mehrzahl der Fälle überhitzen die externen Festplatten, da sie im Unterschied zu fix in einem PC installierten Geräten oft über keine Kühlungsmöglichkeit verfügen (beim Kauf unbedingt darauf achten!). Zudem stehen die externen Platten oft nach dem Einschalten stundenlang im Dauerbetrieb. Sehr häufig seien aber auch Schäden, die beim Tragen der Platten oder bei Stürzen passieren, der Grund, warum das Unternehmen Aufträge bekäme. Immer wieder trete auch der Fall auf, dass freiliegende Kabel zur Stolperfalle werden, und die Platten nach dem Sturz defekt sind.

Backup ist nicht unbedingt eine Sicherung der Daten
„Oft werden die Geräte als Backup-Lösung gekauft, dann aber nicht mehr als solche verwendet“, sagt Ehrschwendner. Vielmehr speichern die User Filme, Musik oder auch Unternehmensdaten sogar ausschließlich auf diesen Platten. Die Datenretter empfehlen folgende Verhaltensregeln im Umgang mit externen Festplatten:

  1. Externe Platten niemals als einziges Backup-Medium verwenden.
  2. Externe Platten nicht ungesichert in Rucksäcken oder Taschen transportieren.
  3. Die Geräte niemals eingeschalten lassen, wenn sie nicht benutzt werden.
  4. Festplatten nicht bewegen, während sie benützt werden.
  5. Keinen Standort an sturzgefährdeten Stellen wählen.
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