Do, 19. Oktober 2017

Essen fürs Baby

18.02.2008 23:21

Was du isst, beeinflusst die Gesundheit des Kindes

Alles was du isst, bekommt auch dein Baby! Deshalb ist es so wichtig, schon von Beginn der Schwangerschaft auf ausgewogene Ernährung zu achten. Mangel an bestimmten Vitaminen kann sich beim Ungeborenen negativ auswirken.

Das Ernährungsverhalten beeinflusst sowohl die Entwicklung des Babys, als auch die Gesundheit der werdenden Mutter. Nicht nur Frühgeburten und Fehlentwicklungen drohen, sondern auch mögliche Erkrankungen im Erwachsenenalter. So gibt es Hinweise, dass Entwicklungs- und Wachstumsstörungen des Fötus Herz-, Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen beim Erwachsenen zur Folge haben können.

Wichtige Nährstoffe für Schwangere
Für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch ist es daher wichtig, auf die Zufuhr folgender Nährstoffe besonders zu achten:

  • Folsäure: Sobald Kinderwunsch besteht, sollten Frauen zusätzlich Folsäure zuführen, empfehlen Frauenärzte. Dieses B-Vitamin ist vor allem in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Brokkoli, Nüssen und Eigelb enthalten. Da es aber sehr licht- und hitzeempfindlich ist, sollten Schwangere, in Absprache mit dem Arzt, Folsäure in Form von Präparaten zuführen.
  • Jod: Wegen der verbreiteten Verwendung von Jodsalz leiden heute weniger Frauen an Jodmangel. Ob Sie zusätzlich Jod benötigen, muss ebenfalls mit dem Arzt geklärt werden. Jod fördert unter anderem den Stoffwechsel und die Entwicklung des Gehirns.
  • Eisen: Dieser Mineralstoff ist wichtig für die Blutbildung und daher die Versorgung des Babys mit Sauerstoff. Gute Eisenlieferanten sind Fleisch, Eigelb, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.
  • Kalzium: Zum Aufbau von Skelett und Zähnen benötigt der Fötus erhöhte Mengen Kalzium. Milch, Milchprodukte und kalziumreiches Mineralwasser decken den Bedarf. Besteht Milchunverträglichkeit, kann der Arzt Kalziumtabletten verordnen.

Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft wächst auch der Appetit. Das hat die Natur so eingerichtet, damit garantiert wird, dass Mutter und Kind ausreichend Nahrung erhalten. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat erhöht sich der Energiebedarf um etwa 300 bis 500 Kalorien. Trotzdem muss man nicht für zwei, also das Doppelte essen. Viel stärker als der Energiebedarf steigt nämlich der Bedarf an verschiedenen lebensnotwendigen Nährstoffen. Ideal sind deshalb Lebensmittel mit niedrigem Energiegehalt und hoher Nährstoffdichte wie zum Beispiel frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Die ungefähre Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft sollte in etwa dreizehn Kilogramm betragen. Starkes Übergewicht kann zur Gefahr werden, da es Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes begünstigt.

Fünf kleine Mahlzeiten am Tag
Am besten sollten fünf kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt gegessen werden. So können Heißhungerattacken vorgebeugt werden. Folgende Lebens- und Genussmittel sind für Schwangere tabu: Alkohol und Nikotin, Rohmilch (-Käse), rohes oder halbrohes Fleisch, Leber, weich gekochte Eier, Süßspeisen mit rohen Eiern (z. B. Tiramisu), einige Fischprodukte wie Sushi, Shrimps, Graved Lachs.

Während der Schwangerschaft erhöhen sich das Blutvolumen und die Körperflüssigkeiten um die Hälfte, deshalb ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr von etwa 1,5 bis 2 Litern erforderlich. Ideal: Wasser und Kräutertees.

Karin Rohrer, Kronen Zeitung

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