Mi, 22. November 2017

Statt 360.000 Euro

10.11.2017 08:27

Poller-Holler kostet uns schon 615.000 Euro!

67 Meter lang und 80 Zentimeter hoch sollte sie werden: Die ursprünglich geplante Mauer, die die zentralen Gebäude der Republik am Wiener Ballhausplatz vor Terrorangriffen schützen sollte, wurde nach ersten "Krone"-Berichten und der Kritik vieler Leser doch nicht errichtet. Stattdessen wurden im Boden versenkbare Poller angebracht. Nun wurde bekannt, was diese tatsächlich kosten.

Auch die Poller sorgten für Kopfschütteln: "Baut ihr lustigen Ösis schon einen Schützengraben für euren Kanzler?" - So tönten deutsche Touristen vor rund einem Monat, als sie den Graben der Poller-Baustelle sahen. "Die Kosten werden nicht besonders steigen, da das bereits für die Schutzmauer ausgehobene Fundament auch für die Poller verwendet werden kann", meinte ein Sprecher des Kanzleramtsministers gegenüber der "Krone" damals.

Im Video: Auch die Poller sorgten für Unverständnis

615.000 statt 360.000 Euro
Medienberichte zeigen nun, dass sich die Kosten für dieses Projekt statt ursprünglich 360.000 Euro für die geplante Mauer auf 615.104,63 Euro für die Poller belaufen, wie aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Hans-Jörg Jenewein hervorgeht. Ursprünglich waren für den "Plan B" dann 488.000 Euro geplant gewesen. In dem Betrag enthalten sind sowohl die fixen Poller, als auch die versenkbaren.

Rechnungshof prüft Vorgänge um abgesagten Mauerbau
Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker hat nun auch einen Bericht in Auftrag gegeben, der sich mit dem Thema "Planung von Sicherheitsinfrastruktur im öffentlichen Raum" auseinandersetzen soll. Ein Punkt sollen auch die Vorgänge um den abgesagten Bau der Anti-Terror-Mauer sein.

 krone.at
Redaktion
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