Mo, 21. Mai 2018

Threadripper 1950X

11.08.2017 10:16

Nach 14 Jahren: AMD stößt Intel vom CPU-Thron

Erstmals seit 14 Jahren hat AMD im Rennen um den schnellsten Prozessor für den Desktop die Nase wieder vor Intel. Der neue 16-Kern-Chip Ryzen Threadripper 1950X übertrumpft die Konkurrenz in Vergleichstests klar. Das ist aber auch kein Wunder: Intel kann bislang maximal Chips mit zehn Rechenkernen liefern, der angekündigte 18-Kerner des Marktführers lässt auf sich warten. Eine Gelegenheit, die AMD mit seinem bisher stärksten Chip nutzt.

Im Frühling kamen die ersten Chips aus AMDs neuer Ryzen-Familie auf den Markt - und holten den traditionsreichen, aber in den letzten Jahren etwas ins Hintertreffen geratenen CPU-Hersteller aus seinem Winterschlaf. Nach Jahren totaler Intel-Dominanz kann man damit endlich wieder mit der Core-i-Konkurrenz mithalten, sie in puncto Preis-Leistungsverhältnis sogar übertrumpfen.

Ein Drittel mehr Power als stärkster Intel-Chip
Mit dem neuen, für Workstations und absurd starke Gaming-Rechner gedachten Ryzen Threadripper mit bis zu 16 Kernen, dehnt man die neue Stärke nun auf die absolute Desktop-Oberklasse aus. Wie das IT-Portal "Heise" berichtet, liegt die Leistung des Ryzen Threadripper 1950X mit 16 Kernen im Benchmark-Vergleichstest Cinebench um rund ein Drittel über dem aktuell stärkstem Intel-Chip, dem Zehnkerner Core i9-7900X.

Vermutlich ein Sieg mit Ablaufdatum, hat Intel doch seinerseits bereits einen Monsterprozessor mit 18 Rechenkernen angekündigt, der den Marktführer in puncto Leistung bei Desktop-Prozessoren wieder an die Spitze führen soll. Trotzdem ein wichtiger Erfolg für AMD, wo man das letzte Mal vor 14 Jahren mit dem Athlon 64 den schnellsten Desktop-Prozessor gestellt hat.

Threadripper ist nichts für die breite Masse
Für die breite Masse der Nutzer dürfte der enorm schnelle 16-Kerner Threadripper 1950X dennoch keine Option sein, sie sind bei den günstigeren Modellen der Ryzen-Serie besser aufgehoben. Der neue Chip kostet nämlich nicht nur 1000 Euro, sondern braucht auch ein Motherboard mit dem eigens für die wegen der größeren Kernzahl größeren Threadripper-Chips entwickelten neuen Prozessorsockel TR4. Kleinere Ryzen-Chips finden am AM4-Sockel Anschluss.

Interessant dürfte der 16-Kerner für alle sein, die mit Workstations arbeiten und darauf komplizierte Berechnungen erledigen, die auf mehrere CPU-Kerne aufgeteilt werden können. Beim Enkodieren von Videos könnte der 16-Kern-Chip seine Stärken ebenso ausspielen wie bei komplexen wissenschaftlichen Berechnungen. Er böte sogar genug Power, um darauf aktuelle und hardwareintensive Games zu spielen und gleichzeitig Videos zu kodieren, schreibt "Golem".

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Sieg gegen die Schweiz
Schweden erobert WM-Titel im Penaltyschießen
Eishockey
Serie A
Inter holt letztes Champions-League-Ticket
Fußball International
Primera Division
Barcelona besiegt Sociedad bei Iniesta-Abschied
Fußball International
Nachwuchs-Fußball
Niederlande holt U17-EM-Titel im Elfmeterschießen
Fußball International
Innenverteidiger
Maresic verlängert bis 2020 bei Sturm Graz
Fußball National
Spieler der Saison
Valon Berisha versteht Zulj-Wahl nicht
Fußball National
Achter Masters-Triumph
Nadal nach Sieg in Rom wieder Nummer eins
Tennis

Für den Newsletter anmelden