Mi, 23. Mai 2018

ÖAMTC deckt auf:

02.08.2017 13:03

4 von 5 Lenkern kennen die Breite ihres Pkw nicht

Eine neue Studie des ÖAMTC zeigt, dass vier von fünf Autofahrern in Österreich nicht wissen, wie breit ihr Auto ist. Besonders bei Baustellen kann das zum Problem werden, wo auf der Überholspur meist maximal 2,10 Meter erlaubt sind. Was den meisten nicht klar ist: Es gilt die Breite inklusive Außenspiegeln!

Bei einer Befragung des Klubs gaben 86 Prozent der Teilnehmer an, die Gesamtbreite ihres Fahrzeuges nicht zu kennen, 50 Prozent verschätzten sich um mehr als 30 Zentimeter. Die meisten hielten ihr Auto für schmäler.

Die Breite der Autos wird in der Regel bei jedem Modellwechsel erhöht. Am Beispiel des VW Golf ist der Wandel der Zeit gut zu erkennen: Das erste Modell aus dem Jahr 1974 war noch 1,61 Meter breit, der aktuelle VW Golf der siebten Generation misst schon 1,80 Meter - ohne Außenspiegel. Über beide Spiegel gemessen sind es 2,03 Meter, was in Österreichs Baustellen also meist zulässig ist.

Ein VW T7/Multivan hingegen ist 2,30 Meter breit. Wer hier nur auf die Angabe ohne Spiegel blickt (also 1,90 Meter), wird verbotenerweise auch die linke Baustellenspur benutzen. Das ist natürlich strafbar. Kommt es zu einem Unfall, kann die Versicherung unter Umständen die Zahlung des Schadens verweigern.

Und Vorsicht: Es gibt auch Baustellenbereiche, in denen die maximal erlaubte Fahrzeugbreite auf der Überholspur nur 2 Meter statt 2,10 Meter beträgt! Real ist der Fahrstreifen dennoch 2,50 Meter breit.

Weitere Breite-Beispiele
Der Audi Q7 ist laut Betriebsanleitung 1,97 Meter breit, misst mit Spiegeln tatsächlich aber 2,21 Meter. Ein Hyundai I40 ist mit 1,82 Metern angegeben, hat aber tatsächlich 2,10 Meter. Es sei daher ein Trugschluss zu glauben, nur Kleintransporter oder SUV wären vom Fahr- bzw. Überholverbot im Baustellenbereich betroffen, so ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé: "Sogar Pkw der Kompaktklasse und Kleinwagen überschreiten häufig die 2-Meter-Grenze - etwa ein Opel Astra, welcher mit Spiegel bereits 2,04 Meter misst. Unsere Recherchen von 281 aktuellen Fahrzeugmodellen zeigen, dass rund 77 Prozent breiter als zwei Meter sind, 29 Prozent sogar breiter als 2,10 Meter." Dabei zeigt sich eine Spannweite von durchschnittlich 1,94 Meter Gesamtbreite bei Kleinst- und Kleinwagen sowie 2,16 Meter bei Oberklasse-Limousinen und SUV.

Laut Verwaltungsgericht ist es eine Holschuld, zu wissen, wie breit der eigene Pkw ist. Es wäre also gut, sich vor der nächsten Fahrt darüber zu informieren.

 krone.at
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