Sa, 18. November 2017

Mehr „Wohlgefühl“

13.07.2017 16:39

Moschee in Uni-Nähe mit Spendengeldern finanziert

"In den Gängen. Neben den Treppen. Genug von Gebetsorten wie diesen?", fragte eine muslimische Gruppe unlängst die Studenten der Uni Wien. Die Situation vor Ort, das Beten in "veborgenen Ecken", erzeuge "mangelndes Wohlgefühl", wie die Betreiber einer neuen Initiative beschreiben. Mit Spenden kauften sie sich eine Moschee.

"Es gibt keinen eigenen Gebetsraum an der Uni", beklagt sich eine Mitbetreiberin der Initiative im "Krone"-Gespräch, die aber ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. "Wer sein Gebet verrichten möchte, ist gezwungen, es auf den Gängen zu tun."

Wohnung bei Café Stein finanziert
Eine Gruppe forderte deshalb eine "ordentlich große Moschee neben der Uni" - und hat sie jetzt auch gefunden. Ein kurzer Spendenaufruf im Internet reichte offenbar aus, um in kürzester Zeit das Geld für eine Wohnung beim Café Stein zu sammeln.

"80.000 Euro fehlen noch"
"Die Spenden von etwa 200.000 Euro, so genau kann ich das jetzt nicht sagen, sind jetzt jedenfalls aufgebraucht", erklärt die Mitbetreuerin. "Uns fehlen noch so rund 80.000 Euro für das Renovieren und die Innenausstattung."

Ibrahim Olgun, der Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft, bedankt sich: "Möge Allah Ihre Spenden annehmen!"

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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