Di, 12. Dezember 2017

Erpresst

01.06.2017 12:44

Schönheitsklinik gehackt: 25.000 Fotos im Netz

Schönheit hat ihren Preis - das haben jetzt auch die Betreiber einer Schönheitsklinik in Litauen erfahren müssen. Weil sie die Zahlung eines Lösegeld verweigert hatten, veröffentlichten Hacker am Dienstag über 25.000 teils intime Aufnahmen von Patienten.

Einem Bericht des britischen "Guardian" zufolge war die Hackergruppe namens "Tsar Team" Anfang des Jahres in die Server der Schönheitsklinik Grozio Chirurgija eingedrungen. Ein Teil der dabei entwendeten Daten - darunter Nacktbilder, Scans von Ausweisen sowie Versicherungsinformationen der Patienten war daraufhin bereits im März veröffentlicht worden.

Am Dienstag legten die Hacker nach und machten über 25.000 Aufnahmen publik, nachdem sich die Klinik geweigert hatte, ein "Lösegeld" in Höhe von 300 Bitcoin - Wert derzeit umgerechnet über 652.000 Euro - zu zahlen. Aktuell verlangten die Cyberkriminellen für den Freikauf der gesamten Datenbank immerhin noch 50 Bitcoins, rund 109.000 Euro, hieß es.

Die Hacker versuchten zudem, einzelne Patienten mit Zahlungen zwischen 50 und 2000 Euro zu erpressen. Dutzende hätten sich daraufhin bei der Polizei gemeldet. Wie viele Patienten insgesamt von dem Hack betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt. In den kursierenden Daten sollen sich alleine über 1500 Briten wiederfinden. Die Klinik hat Patienten in über 60 Ländern.

Sie wurden von den Klinikbetreibern aufgefordert, den Forderungen der Hacker keinesfalls nachzukommen. Zudem mahnte die Klinik aus Angst vor weiteren Attacken beispielsweise per Phishing zu erhöhter Vorsicht. Betroffene sollten sich umgehend bei der Polizei melden.

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